Langwasser-Kurier

Der Baui im Langwasser-Kurier des BürgervereinsLangwasser-Kurier Banner
Ausgabe November 2018

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser

Am 28. September feierte der Bauspielplatz seinen 45. Geburtstag mit rund 130 Kindern, Eltern, Freunden und ehrenamtlichen Unterstützern. Neben der üblichen Fest-Verköstigung konnten sich die Gäste an einer Kuchentheke laben. Kinderstimmen zum Fest: – Bleon, 12 Jahre: „Ich fand’s schön, dass der Baui länger offen hatte. Es gab eine Dosenwurfbude und es wäre toll, wenn es beim nächsten Bauifest ein Tischtennisturnier gäbe. Ich kann Euch den Baui empfehlen!“ – Rexh, 8 Jahre: „Beim Bauifest hat mir gefallen das Dosenwerfen.“ – Alessia, 8 Jahre: Wir haben gesungen ‚Wozu sind Kriege da‘ und ‚Wir sind Kinder einer Erde‘ und Pia und Sophie haben ein Sommerlied gesungen. Das Singen hat mir am besten gefallen – und das Kuchenessen. Es gab Kuchen mit Muffins und Kekse und Marmorkuchen. Wir haben Fangen und Verstecken gespielt und Monster gebaut im (Klein)Baubereich. Das Fest war wunderschön.“ – Jan, 8 Jahre: „Am meisten hat mir der Auftritt gefallen. Ich habe gesungen.“ – Eljon, 11 Jahre: „Mir hat das Bauifest sehr gefallen, weil es leckere Kuchen gab, gute Stände und Aufführungen.“

CosimaHallo, liebe Kinder und liebe Eltern, mein Name ist Cosima Walter. Einige von euch kennen mich schon als „Cosi“, weil ich im Jahr 2015/16 bereits ein Begleitpraktikum auf dem Baui gemacht und immer wieder in den Ferien mitgeholfen habe. Jetzt gehe ich den letzten Schritt auf meinem Weg zur Erzieherin und ich gehe ihn gemeinsam mit euch Baui-Kindern. Tja, was soll ich sagen? Das Feuer, das auf dem Baui brennt hat seine Funken auf mich übertragen und seither brenne ich für den Spielplatz und seine wunderbare Möglichkeit, Kindern in ihrer Freizeit zu begegnen und sie mitten in der Stadt durch eher „unstädtische“ Aktivitäten wie dem Hüttenbau dabei zu begleiten, ihre eigenen Potenziale zu entdecken. Es macht so viel Spaß, nachmittags zusammenzukommen und sich miteinander zu beschäftigen, zu malen, sich die Geschichten der anderen anzuhören, zu kochen und zu spielen, Fragen an das Leben zu stellen, Projekte zu planen und Ausflüge zu machen, zu philosophieren und Probleme zu lösen, .andere Sichtweisen verstehen zu lernen, Luftschlösser zu bauen, sich vielleicht auch mal zu streiten, sich wieder zu versöhnen und schlussendlich gemeinsam das Leben zu genießen. Denn dafür soll ein Platz, der so viele Abenteuer bereithält, ja schließlich da sein, nicht wahr? Um das Leben, wie es ist und sein kann, zu erfahren. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich über das Jahr mit euch freue! Eure Cosi

Der Baui geht mit dem Vorleseprojekt in die 15. Runde. Kindern im Alter von fünf bis 13 Jahren werden von Ehrenamtlichen Geschichten in anheimelnder Atmosphäre vorgelesen. Danach genießt man liebevoll zubereitete Häppchen miteinander. Immer mittwochs von 16 bis 17:15 Uhr. Der Baui beteiligt sich an dem Projekt „Büchertürme“ der Stadtbibliothek (www.buechertuerme.de). Bringt eure monatlich gelesenen Bücher zum Messen im Baui vorbei! Allen Lesern eine fröhliche und friedliche Winterzeit.

Lorenz Gradl mit Vorstandschaf & das Mitarbeiterteam des Bauspielplatzes


Ausgabe August 2018

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser

Liebe Leserinnen und Leser! Der Trägerverein des Bauspielplatzes Langwasser schaut in diesem Jahr stolz auf das 45-jährige Bestehen des BAUT in der Zugspitzstraße. Drei Hauptamtliche haben den BAUT geprägt: Erwin Götz, Mitbegründer und Urvater der pädagogisch betreuten Spielplätze in Nürnberg sowie Inge Trepte und Joachim Ueberall, die seit 21 Jahren die pädagogischen Inhalte gemeinsam mit der Vorstandschaft tragen.

Eines der pädagogischen Angebote ist seit über 30 Jahren die Hühnerhaltung auf dem Spielplatz. Kinder, die im Kontakt zu Tieren stehen, machen wichtige Erfahrungen im Umgang mit natürlichen Vorgängen. Wenn Stadtkinder sich hinter den Erwachsenen verstecken, wenn sie ins Gehege gehen und fragen, ob Hühner beißen, wird schnell klar, wie wichtig ein natürlicher Umgang mit dem Hühnervolk ist. Manche Kinder würden gerne auch mit den „gefiederten Freunden“ kuscheln; sie wollen die Vögel streicheln und hochnehmen. Dann rennen sie hinter den Tieren her, aber die Hühner finden das alles andere als lustig! Unsere Aufgabe ist es, den Kindern die Scheu vor den Tieren zu nehmen und andererseits Respekt gegenüber den Nutztieren zu vermitteln. Die Kinder sind in die Versorgung der Tiere eingebunden und lernen, wie die Tiere artgerecht gehalten werden, welche Arbeiten dafür notwendig sind und dass die Versorgung immer gewährleistet sein muss.

Filip, fast 11 Jahre, sagt: „Ich helfe gerne, weil es langweilig nach der Schule oder allgemein ist.“ Verantwortung für Tiere und Natur ist nicht das Schlechteste, was Kindern frühzeitig nahegebracht werden sollte. Das Tolle an Hühnern ist natürlich: Sie legen Eier; mitunter halten die Kinder sie noch in warmem Zustand in Händen – was für ein Erlebnis! Auch die Verarbeitung des Hühnerproduktes findet hohen Anklang. Die Hühner leben artgerecht vom zarten Teeniealter bis zum Nachlassen der Eier-Produktion auf dem BAUT. Ein ehemaliges BAUT-Kind, jetzt gelernter Schlachter, hilft beim Schlachten, Ausnehmen und Rupfen der Hühner.

Die Kinder, die am Schlachttag kommen, sind vom Mitarbeiter-Team gut eingewiesen, um keinen hysterischen Anfall zu bekommen oder im Zeichen von versteckten Unsicherheiten, Sensationsmeldungen zum Besten zu geben. Kein Kind ist beim Schlachtvorgang dabei. Erstmals hat eine Generation von BAUT-Kindern die wunderbare Hühnerbrühe mit Nudeln selbstverständlich mitgegessen. Da sind BAUT-Kinder weiter als so mancher im Erwachsenenalter! Und ganz wichtig: Vielen Dank an die Helfer am Wochenende oder an sonstigen Schließungstagen; ohne EUCH alle gäbe es dieses Angebot nicht!

Wir freuen uns über Besucher am 28.09.2018 – da findet ein kleines BAUI-Fest statt – und wünschen eine schöne Sommerzeit!

Lorenz Gradl (Vorsitzender des Trägervereins) • Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


 Ausgabe März 2018

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser

Zum Ende des Jahres 2017 durften sich die Kinder und der Trägerverein des Bauspielplatzes in der Zug­spitzstraße über eine Spende von 747,63 Euro von der dm-Fi­liale im Franken-Center freuen.(Foto) Die Drogeriemarkt-Kette machte am 24. November aus dem „Black Friday“ einen „Giving Friday“. Zahlreiche Kunden verzichteten auf persönliche Rabatte zugunsten des Baui, der zu unserem Stadtteil gehört, wie die Bewohner Langwassers betonen.

Seit mehreren Jahren erfüllen die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit den Kindern vom Baui individuelle Wünsche. Kurz vor Weihnachten gab es die Bescherungsfeier. Der Weihnachtsmann, dem die Kinder mit musika­lischen Darbietungen eine Freude gemacht haben, freute sich über selbst-gebackene Plätzchen, die jedes beschenkte Kind als „Gegengeschenk“ für die Mitarbeiter der BA in einem mittelalterlichen, selbsthergestellten Beu­tel überreichten. Die Herstellung der Beutel hatten die Bauikinder in einem Workshop bei einem Ausflug auf die Cadolzburg erlernt. Alle Mädchen und Jungen warteten voller Spannung auf ihre Geschenke – und es waren viele Kinder. 70 Kinder und viele Eltern hatten sich im Spielhaus versammelt. Wir konnten „unsere“ syrischen Familien begrüßen, zu denen wir mit Hilfe der Ehrenamtlichen den Kontakt halten, nachdem die Kinder mittlerweile Re­gelschulen und Horte in ihrem eigenen Stadtteil besuchen. Dem Ziel einer Annäherung zwischen Kindern unterschiedlichster kultureller Prägung und verschiedener Lebenserfahrungen sind wir wieder ein kleines Stück näher­gekommen. Es war ein friedliches und fröhliches Fest mit Gesang, Geflügel-Wiener im Weggla, selbstgemachtem Kinderpunsch, Leckereien, die Lebku­chen Schmidt zur Verfügung gestellt hat und einem winterlichen Lagerfeuer.

Etwas Trauriges gibt es leider auch zu vermelden. In der Nacht vom 24.12. auf den 25.12.2017 ist unser Gockel Berlusconi verstorben. Der Zwerggockel, der von einem Bauernhof aus Eschenbach kam, wurde 6 ½ Jahre alt und konnte auf dem Baui drei Hühnervölker begleiten – und das konnte er gut.

Das Jahr 2018 begann mit schöneren Aussichten. Es gab einen Schachkurs für Bauikinder, der in einem Schachturnier am Aschermittwoch gipfelte – gelei­tet von Ursula Bakowski, einem langjährigen Mitglied des Trägervereins des Bauspielplatzes. Und für den Rosenmontags-Kinderfaschingsumzug nahm das Chaos-Orchester seine legendären Trommelproben auf, um den Winter auszutreiben und dem Frühjahr Platz zu machen; denn die Lust am Hütten­bauen ist nicht länger zu bändigen.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine gute Zeit.

Lorenz Gradl (Vorsitzender des Trägervereins)
Inge Trepte, Joachim Ueberall (Spielplatzteam)