Langwasser-Kurier

Der Baui im Langwasser-Kurier des Bürgervereins – seit 2000 (+1998+1993)Langwasser-Kurier Banner
Ausgabe August 2017

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser

Nach der Renovierung des „Großen Raumes“ können wir eine vom Mitarbeiter Jo Ueberall an die Wand gezauberte Weltkarte mit den Kindern nutzen. Wir werden kulinarische Weltreisen unternehmen und die Kinder können über die Herkunftsländer ihrer Familien berichten. Auch für umweltpädagogische Ansätze wird dieser vier Meter breit aufgeklappte Globus seine Aufgabe erfüllen.

Apropos kulinarische Weltreisen: Das Kochen mit Kindern ist wesentlicher Bestandteil im Alltag des Bauspielplatzes. Täglich wird gemeinsam mit den Kindern das Essen zubereitet und eingenommen. Dabei wird an zwei Tagen warm gekocht. Das gemeinsame Kochen ist ein stetiger Lernprozess für alle Beteiligten. Die Kinder übernehmen selbstständig Aufgaben wie zum Beispiel die Zubereitung eines Salatdressings oder Dips. Das anschließende Beisammen sitzen trägt wesentlich zu einer positiven Gruppendynamik bei und es findet ein guter Austausch bei Tisch statt. Das Kochen mit Kindern wird durch den Mittagstisch von „children for a better world“ finanzier; ebenso eine erste Fortbildung „Kochen mit Kindern“, an der unsere Praktikantin Ilka mit vielen weiteren Vertretern aus ganz Deutschland teilnahm. Darin wurde die Umsetzung im Alltag, das Kochen außergewöhnlicher Gerichte und ein Entdeckertisch mit experimentellen und erhellenden Elementen zum Thema Kochen bearbeitet. Nach dem spannenden Kochen im Freien (in einem Eintopfofen und an der Feuerstelle) während des Umbaus, kann nun die kulinarische Reise um den Erdball eingeläutet werden.

Beim Ausflug in die Teufelshöhle bei Pottenstein, den wir mit rund 20 Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren in den Pfingstferien gemacht haben, mussten einige von den Jüngeren ihren ganzen Mut zusammennehmen: diese Tropfsteinhöhle ist wirklich beeindruckend! Wir konnten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis an die Höhle fahren und haben uns nach der Führung ordentlich den Bauch vollgeschlagen, um dann noch „die schöne Fränkische“ zu genießen. Den Kindern tut der Wald so gut! Dank unserer Stadtteilpatin, der Firma Hofmann Personal, brauchte keine Familie der beteiligten Kinder einen Unkostenbeitrag leisten – diese Unterstützung kommt richtig gut an!

Hier noch ein paar Termine: Der Baui ist wieder beim  beim Kirchweihumzug am 13.08.2017 dabei! In den Sommerferien hat der Baui die meiste Zeit geöffnet; immer von Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr. Außer, wenn wir wieder ausfliegen oder während der Schließung vom 21.08. bis einschließlich 01.09.2017.

Unser gemütliches Bauifest wird in diesem Jahr ein Herbstfest und findet am Freitag, 13.10.2017 statt. Es ist verbunden mit dem Tag der Offenen Tür der Stadt Nürnberg. Es soll ja immer noch Mitbürger geben, die den Baui noch nicht kennen. Wir freuen uns, wenn wir viele Eltern und Kinder, Mitglieder und Nachbarn, Freunde des Bauspielplatzes und Interessierte begrüßen dürfen! Bis dahin also wünschen wir einen schönen Sommer!

Lorenz Gradl (Vorsitzender des Trägervereins) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe März 2017

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser

Seit fünf Jahren erfüllen die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit den Kindern vom Bauspielplatz Langwasser individuelle Wünsche. Kurz vor Weihnachten kam der Weihnachtsmann, dem die Kinder mit musikalischen Darbietungen eine Freude machten. Alle Mädchen und Jungen warteten gespannt auf ihre Geschenke. Ein besonderer Wunsch des Betreuerteams an die Kinder des Bauspielplatzes war unter dem Eindruck der Anzahl von geflüchteten Kindern, diesen zu helfen, sich in der neuen Umgebung und Lebenssituation zurechtzufinden. Das Ziel einer Annäherung und der Freundschaft zwischen Kindern unterschiedlichster kultureller Prägung und völlig verschiedener Lebenserfahrungen steht im Raum. Und so war es bei der Bescherung 2016 eine Freude, dass auch eine Gruppe von syrischen Kindern mit ihren Eltern und ehrenamtlichen Helfern an der Feier teilgenommen haben. Ein syrischer Junge hat spontan zum großen Erstaunen aller Anwesenden ein Weihnachtslied in deutscher Sprache vorgetragen. Es war ein fröhliches Fest mit fast 90 Menschen von zwei Jahren bis ins Rentenalter. Die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit machten dem Trägerverein und Mitarbeiterteam des Bauspielplatzes eine besondere Freude. Für das Integrationsprojekt flossen 400 Euro in die Kasse des Vereins, um die spezielle Umsetzung einer Weltkarte im Aufenthaltsraum des Spielhauses ideell und finanziell zu unterstützen. Im Mai 2017 wird der große Raum renoviert und die aufgemalte Weltkarte dient der interkulturellen Arbeit, die in unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen eine, Rolle spielt. Während der Renovierung hat der Baui geöffnet und unser Essensangebot findet im Freien statt. Die Zusammenarbeit mit der Grundschule Zugspitzstraße im integrativen Sinne geht weiter: Kinder aus Übergangsklassen besuchen regelmäßig den Baui mit ehrenamtlichen Helfern und genießen das Spielangebot. Dabei lernen sie noch besser die deutsche Sprache und finden Halt in ihrer oft schwierigen Lebenswelt.

Baui-Mitarbeiter Joachim Ueberall war mit einigen Bauikindern als Sprecher für einen Kurzfilm zum Thema Kinderarmut ins Casablanca eingeladen.        >
Pia und Claus sprachen den Text der Hauptrollen auf dem Baui ein. Alle hatten kreative Beiträge zum Thema „Was brauchen Kinder, um glücklich zu sein?“ beigetragen, einem Projekt des Jugendamts. Cornelia Scharf (Geschäftsführerin) und Ilka Soldner (Vorsitzende) von der Kinderkommission waren positiv überrascht, dass sich so viele Kinder so engagiert beteiligten. Der „draw-my-life“-Film unter dem Titel „Armut raus aus meinem Haus“ kann ab Ende März auf YouTube angesehen werden.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren Frühling, der dazu einlädt, die Kinder zum Baui zu schicken! Raus an die frische Luft!
Geöffnet: Mo – von 13 bis 17.30 Uhr, in den Ferien von 11 bis 17 Uhr

Lorenz Gradl, Vorsitzender des Trägervereins · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


 Ausgabe November 2016

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser

Wir Menschen vom Baui haben uns darüber gefreut, dass neben vielen anderen Nationalitäten auch einige arabische Familien zum Baui-Fest im September gekommen sind, deren Kinder uns in der ersten Phase unseres „Mittagsangebotes“ ans Herz gewachsen sind – wir berichteten im letzten Kurier! Wir wollen den Kontakt halten, wo es geht, und die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen sind auch wieder intensiv bei der Sache. Zum Beispiel steht noch ein Moschee- und Kirchenbesuch aus, den wir zusammen mit muslimischen, christlichen und sonstigen Kindern unternehmen wollen.

2016-nov-lwk-1Unsere Kunstausstellung, die im Gemeinschaftshaus seit 1. Juli zu bewundern war, hatte ihren krönenden Abschluss in einer Kunstauktion am 07.10. Die Einnahmen kommen dem Integrationsprojekt zugute, das wir gemeinsam mit der Grundschule Zugspitzstraße durchführen. Es kommen regelmäßig Kinder aus aller Herren Länder mit den ehrenamtlichen Betreuern der Schule in der Mittagszeit auf den Baui. Die Einnahmen aus der Versteigerung der Kunstwerke werden zum Teil genutzt, um im Winter Kreativangebote mit „unseren“ Künstlern und Kindern durchführen zu können. Malen, Gestalten, Musik machen steht dabei im Vordergrund. Hier lernen die Kinder spielend unsere Sprache und eingesessene Kinder lernen Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft anzuwenden. Denn: Kinder bekommen in der Regel sehr schnell den Zugang zueinander, auch ohne viele Worte!

Hallo, mein Name ist Ilka Wollborn, ich bin 26 Jahre alt und die 2016-nov-lwk-2diesjährige Erzieherin im Anerkennungsjahr am Bauspielplatz Langwasser. Durch die Ausbildung habe ich bereits Erfahrungen in Krippe, Hort, bei der Lebenshilfe und dem Jugendbereich sammeln können. Nun bin ich gespannt, was mich dieses Jahr erwartet Ich freue mich auf die gemeinsamen Aktionen und was wir dieses Jahr noch entdecken, bauen, backen, basteln, lesen, kochen und an Spaß haben werden!

Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe August 2016

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Die pädagogische Rahmenkonzeption des BAUI aus dem Jahr 1998 beschreibt zwei wesentliche Arbeitsprinzipien: „Akzeptanz: Das Annehmen der Kinder mit ihren Stärken und Schwächen, Erfahrungen und Verhaltensweisen ist pädagogische Grundhaltung. … Alle Kinder sind gleich willkommen. Sprachliche, körperliche, intellektuelle Defizite und soziale Unterschiede sind kein Hinderungsgrund für emotionale Annahme und Integration.“ „Internationalität: Unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Lebenserfahrungen von Kindern aus verschiedenen Ländern bereichern das Spielplatzgeschehen und sind ein Beitrag zu interkulturellem Verständnis. Konflikte, Vorurteile und Unterschiede werden aufgegriffen und thematisiert. Diese Auseinandersetzung trägt zur Bewältigung von Isolations- und Abgrenzungserscheinungen bei.“

Diese Prinzipien passen wie angegossen zu einem Integrationsprojekt, das das Mitarbeiterteam in Kooperation mit der Grundschule Zugspitzstraße seit April durchführt. Auf den ersten Blick ganz einfach: Ehrenamtliche, wahnsinnig engagierte Bürgerinnen und Bürger (siehe Foto), die sich im Wechsel während der Mittagsbetreuung in der Schule um Kinder aus Übergangsklassen kümmern. Lehrerinnen, die das Konzept und das Team des Bauspielplatzes kennen, kommen an zwei Tagen in der Woche auf den Baui. Es gibt das gemeinsame Ritual, eine Kleinigkeit zu essen, immer wieder sein eigenes Namensschild zu schreiben und miteinander zu sprechen. Die Kinder stammen z.B. aus Syrien, Irak, Iran, Rumänien, Ukraine. Die meisten von ihnen haben unsäglich schlimme Erfahrungen mit Krieg und Flucht zu verarbeiten. Wir gehen auf das Bewegungs- und Spielbedürfnis der Kinder ein und versuchen über gezielte Angebote den Kindern individuelle und  gemeinsame Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Was auf den ersten Blick einfach aussieht, kostet allen Beteiligten Kraft. Gleichzeitig führt es uns vor Augen, wie wertvoll unsere wertschätzende Zusammenarbeit ist. Auch zu den Eltern der Kinder besteht ein regelmäßiger Kontakt, weil sie die Kinder gegen 13.30 Uhr vom Baui abholen kommen. Eine wunderbare Sache!

Bis Ende des Schuljahres 2016 werden wir das Angebot halten und uns gegenseitig darin bestärken, einen (kleinen) Teil zur Integration beizutragen. Im neuen Schuljahr – so eine Idee, die sich auch als Forderung an entsprechende Stellen manifestieren könnte – wollen wir weitermachen und bitten um fachliche Unterstützung für ein vertieftes  Integrationsprojekt zwischen Schule, Baui und Ehrenamt, damit alle Beteiligten bei Kräften bleiben. Unser Ziel ist es, Vorurteile abbauen zu helfen und Kindern, egal, wie lange sie in unserer Stadt leben, die Dringlichkeit gegenseitiger Wertschätzung zu vermitteln.

Wir sehen uns bei der Langwasser-Kirchweih mit Traktor und bunten Kindern in dem Umzugswagen!

Lorenz Gradl (Vorsitzender des Trägervereins) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe März 2016

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Mit dem Projekt „Wir sind Bürger von Nürnberg“ haben die Firma Hofmann-Personal, Stadtteilpatin von Langwasser und das Baui-Team im Jahr 2015 eine gelungene Vermittlung von Wissen und dazu einprägsame Erlebnisse für die teilnehmenden Kinder gestaltet. Herr Walter (Fa. Hofmann) konnte Zugänge zu Betrieben möglich machen, die uns so vermutlich nicht offen gestanden hätten. Es wurde Wert darauf gelegt, dass die Besichtigungen kindgerecht angelegt waren und einen praktischen Anteil beinhalteten. Die Zusammenarbeit war sehr kollegial und wertschätzend; ob in der Vorbereitung der Ausflüge oder in der Durchführung. Die gemeinsame Intention, Kindern den Zugang zu Einrichtungen und Betrieben unserer Stadt zu gewähren, hat gute Früchte getragen. Kinder mögen es, von interessierten Erwachsenen umgeben zu sein – und die Mitarbeiter der Fa. Hofmann hatten auch Freude an den Begegnungen mit der Spezies „Baui-Kind“, deren Eltern und den Fachkräften vom Baui. Ob z.B. Feuerwehr, Tiergarten, Trinkwasserversorgung oder Knoblauchsland: Die Ansprechpartner in den Betrieben empfingen die Kinder gerne und beantworteten geduldig ihre Fragen. Zum Jahresabschluss waren noch Projektgelder für einen Besuch des Zirkus FlicFlac übrig. Für viele Familien im Stadtteil hat Hofmann-Personal. eine wunderbare Stadtteilpatenschaft bewiesen, da die Ausflüge meistens ohne Kosten verbunden waren. Im Januar 2016 gab es eine Siegerehrung für die Kinder, die am häufigsten an den insgesamt neun Ausflügen teilgenommen hatten. Acht von insgesamt 49 Kindern gewannen einen Ausflug ins Atelier der Töpferin Uli Pilzecker. Zusammen mit der Töpferin gestalten wir auch einen Teil der Kunstausstellung, die im Gemeinschaftshaus zu sehen sein wird.

Wir laden alle interessierten Leserinnen und Leser schon jetzt zur Vernissage am 1. Juli um 16 Uhr ein! Wer Kunstwerke aus den Jahren 2012/13 und aktuelle Arbeiten aus 2016 ersteigern will, sollte sich den 7. Oktober vormerken. Während der Kunstauktion können Sie Werke zu Gunsten des Baui käuflich erwerben! Das Kunstprojekt „Nürnberg – Architektur, Geschichte, Menschenrechte“ haben wir gemeinsam mit den Künstlern Anke Hellmich, Fredder Wanoth und Ludwig Aschenbrenner 2012 aus der Taufe gehoben und werden in der dritten Phase in Kooperation mit der 4. Klasse der Grundschule Zugspitzstraße alte und neue Werke zeigen. An den großen Themen „Kinderrechte“ und „Politische Bildung“ arbeiten die Grundschule und der Baui schon seit einigen Jahren erfolgreich zusammen. Finanzielle Unterstützung bekommt der Baui hierzu von „Children for a better world e.V.“ und der Bundesagentur für Arbeit – und das, obwohl die Mitarbeiter der BA im Dezember 2015 wieder über 50 Kindern bei einer Bescherung auf dem Baui mit einem individuellen Geschenk große Freude bereitet hatten.

Wir danken allen Leserinnen und Lesern für ihr Interesse und wünschen Ihnen eine schöne Frühlingszeit.

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe November 2015

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Das neue Schuljahr – und damit auch das neue Baui-Jahr – hat begonnen. Im Sommer hat sich einiges getan. Unser Haus- und Hofhandwerker Roland vom Zentrum Aktiver Bürger verpasste unserem Spielhaus einen neuen Farbanstrich. Das Haus strahlt jetzt in Schwedenrot und sieht fast aus wie neu. Dazu kommt noch eine neue Eingangsüberdachung, was den Eindruck noch verstärkt. Natürlich war der Bauspielplatz beim Kirchweihumzug mit von der Partie. Die Kinder haben die bunten Umzugswagen in Eigenregie mit einem farbenfrohen, aus Stoff bestehenden Drachen, neu gestaltet. Im September fingen neue KollegInnen auf dem Baui an, die auf dem Spielplatz ihr Praktikum machen und sich hier selbst vorstellen:

Hallo, allerseits! Ich heiße Julian Metschl bin 26 Jahre alt und darf das Anerkennungsjahr meiner Ausbildung zum Erzieher auf dem Baui ableisten. Darüber freue ich mich sehr, da mir die Arbeit mit Holz und anderen Naturmaterialien viel Spaß macht und ich meine Kompetenzen in diesem Bereich erweitern möchte. Zudem finde ich es wichtig, den Kindern einen Raum zu bieten, in dem sie sich einen Ausgleich zum zunehmenden Schulstress schaffen und durch Aktivität auslasten können. ich bin schon sehr gespannt auf alle Erfahrungen und neuen Bekanntschaften, die mich in diesem Jahr erwarten!

Hallöle! Mein Name ist Cosima Walter und ich bin 22 Jahre alt. im Zuge meiner Ausbildung zur Kinderpflegerin absolviere ich innerhalb dieses Schuljahres jeden Donnerstag ein Praktikum auf dem Baui und übernehme dabei das wöchentliche Kochen mit den Kindern. Außerdem teilen glücklicherweise viele der Baui-Kinder meine Liebe zur Musik, weshalb wir bereits eine Liste mit Liedern zusammengestellt haben, die wir an der Feuerstelle in Begleitung der Gitarre miteinander singen und dabei viel Spaß haben. Ich bin hoch motiviert diesen guten Start zu einem guten Jahr zu machen und freue mich riesig auf alle Kinder, die ich kennenlernen darf.

Der Verein und die Bauikinder freuen sich über eine Spende von Renate Winkler aus der Ratibor Apotheke. Frau Winkler besuchte den Bauspielplatz und ließ sich von den Kindern alles genau zeigen und erklären.

Im November beginnt wieder das langersehnte „Vorlesen“. Die Vorleser/innen freuen sich mindestens genauso darauf wie die Bauikinder. Es wird bei dem Mittwoch als Vorlese-Nachmittag bleiben, aber den genauen Starttermin geben wir noch bekannt – u. a. auf der Homepage (www.bauspielplatz.de), die gerade von Mitgliedern aus Vorstand und Verein neu gestaltet wird.

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Joachim Ueberall für das Mitarbeiterteam


Ausgabe August 2015

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Bauikinder berichten über unser Projekt „Wir sind Bürger von Nürnberg“ mit den Stadtteilpaten der Firma Hofmann-Personal zum Nürnberger Trinkwasser:

Youssif (neun Jahre): „Eigentlich sind wir ‚alles‘ gefahren – außer Straßenbahn, bis wir in einem Dorf angekommen sind. Am Reichelsdorfer Bahnhof haben wir den Bus gesucht – wir waren 22 Personen und der Bus war damit voll. In Krottenbach haben wir überlegt, wozu wir Wasser brauchen (z. B. zum Leben und Trinken), und sind dreinial durch den Wald gelaufen. Wir wurden mit dem Auto abgeholt zum Trinkwasserbehälter. Dann hatten wir die Führung – haben einen Film angeschaut. Die Turbinen waren sehr laut. Dann haben wir das ganze Trinkwasser für Langwasser gesehen – es war klar und deutlich zu sehen.“

Sarah (14 Jahre): „Eigentlich hat mir der Ausflug gefallen, außer, dass wir gelaufen sind Wir sind am Ende doch noch am Hochbehälter angekommen und ein freundlicher Mann hat uns eine Führung gegeben. Ich habe z.B. nicht gewusst, dass wir am meisten Wasser für die Toilette brauchen. Ich fand es insgesamt einen sehr gelungenen Ausflug, obwohl wir am Ende alle sehr müde waren. Ich glaube, wir hatten alle einen schönen, lehrreichen Tag.“

Raul (sechs Jahre): „Vom Hochbehälter hat mir am meisten gefallen, wo es so laut war. Da war ein Riesen-Wasserbecken in einer Höhle, da kommt das saubere Wasser, das wird vorher erst noch sauber gemacht, rein. Das Wasser kommt in ein Rohr und dann kommt es bei uns raus. Wir konnten dann das Wasser trinken, das war ganz kalt, und haben Ohrenstöpsel gekriegt und manche haben nichts mehr gehört. Vorher haben wir uns einen Film über das Wasser angeguckt. Wir sind dreimal durch den Wald gelaufen und mit der U-Bahn und dem Zug gefahren – und dann noch mit dem Bus. Der war ganz klein, dass wir gerade reingepasst haben. Von dem Ort haben wir ganz Nürnberg gesehen, auch den langen Turm mit dem Ei drauf.“

Cynthia (neun Jahre): „Wir waren im Wasserhochbehälter. Wir brauchen 127 Liter pro Tag. Viele Stellen werden täglich im Wasser geprüft.“

Fabian (elf Jahre): „Wir waren in Krottenbach und haben uns erstmal verlaufen. Dann hat uns ein Mann abgeholt – der die Führung gemacht hat. Vor Ort haben wir einen Film angeschaut, wie das Wasser nach Nürnberg kommt. Jeder in Nürnberg kriegt Wasser, nur nicht jeder vom selben Behälter. Der Wasserbehälter muss höher sein als die Häuser, sonst kommt das Wasser nicht an – ich glaube so mindestens 30 Meter. Dann haben wir Brezeln bekommen und sind in einen Raum gegangen, wo man das Wasser sehen konnte. Das war wie ein großer Parkplatz auf dem sechs Meter hoch das Wasser steht. Da war’s ganz kalt. Zum Wasser durfte man nicht rein, damit es nicht verseucht wird. Dann kann man es nicht mehr trinken.“


Ausgabe April 2015

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Wie die meisten von Ihnen/ Euch wissen, nahmen wir am 16. Februar wieder am Rosenmontags-Kinder-faschingszug teil als „Küchen-Orchester-Bauspielplatz“. Mit Schürzen und Kochmützen bekleidet und ausgerüstet mit Krachinstrumentarium haben wir das berühmte „Mopslied“ gesungen.

Der Baui ist seit Anfang an, also seit 35 Jahren, dabei gewesen. Manche von Euch werden sich gerne daran erinnern, wie sogar in der größten Kälte Gauklervolk-Auftritte in der Innenstadt veranstaltet wurden – damals noch mit bis zu 9 Mitarbeitern. Das waren Möglichkeiten, von denen wir heute nur träumen können.

Eine sehr schöne Neuerung: Langwasser hat mit der Firma Hofmann-Personal Stadtteilpaten bekommen, die sich auch für die Kinder vom Baui engagieren. Finanziell und personell helfen sie mit bei Ausflügen. Der Bauspielplatz Langwasser versteht sich als Einrichtung, die im Rahmen der Offenen Arbeit mit Kindern an der Persönlichkeitsentwicklung von Schulkindern arbeitet und dabei einen möglichst weit gefassten Entwicklungs- und Bildungsbegriff vertritt. Seit einigen Jahren arbeiten wir in Kooperation mit der benachbarten Grundschule in einem Projekt zur politischen Bildung. Etwas davon strahlt auch immer auf die Baui-Kinder aus, die nicht direkt in das Projekt mit ihrer Schulklasse eingebunden sind. Für die Förderung der Kinder ist es wichtig, Inhalte anschaulich und begreifbar zu machen. Dabei steht oftmals gar nicht die Wissensvermittlung im Mittelpunkt des Angebots, sondern vielmehr das Erlebbare, das als Erinnerung individuell gespeichert wird. Unser Projekt mit den Stadtteilpaten nennen wir: „Wir sind Bürger von Nürnberg“.

Wir möchten Kindern dabei ihre Stadt nahe bringen, indem wir unterschiedlichste kommunale Einrichtungen besuchen und wenn möglich auch hinter die Kulissen schauen – was normalerweise ja nicht geht! Die Metropolregion beziehen wir ebenfalls ein. Der erste Ausflug ging in den Herbstferien nach Weißenburg ins Römermuseum. Dann besuchten wir im Februar 2015 den Nürnberger Tiergarten. Als weitere Ziele wurden mit den Kindern ausgewält: eine Lebküchnerei, eine Feuerwehrwache, eine Kosmetikfabrik, das Nürnberger Knoblauchsland und als Tagesausflug unsere Trinkwasserversorgung.

Haben wir, liebe Leserinnen und Leser, Ihr Interesse geweckt? Dann schauen sie doch mal auf dem BAUI vorbei – wir informieren Sie gerne! Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 13.00 bis 17.30 Uhr; in den Ferien 11.00 bis 17.00 Uhr. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel! Unsere Telefonnummer: 0911-863500

Nach den grauen Wintermonaten wünschen wir Ihnen eine sonnige Frühlingszeit!

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe November 2014

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Die Feuerstelle auf dem Baui wurde durch die Elterninitiative mit finanzieller Unterstützung der wbg 2000 Stiftung saniert. Die Möglichkeit, Feuer zu schüren und den Umgang mit dem Element Feuer zu erlernen, ist ein wesentliches Angebot auf dem Baui. Naturerfahrungen sind auch für Kinder, die in der Stadt groß werden, elementar wichtig. Diese Erlebnisse und Erfahrungen unterstützen die Entwicklung von Kindern hin zu sozial kompetenten Menschen, weil sie gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen. Feuer ist faszinierend und gefährlich. Es zu beherrschen stärkt das Selbstwertgefühl von Kindern und am Feuer zu sitzen beflügelt die Fantasie und die Kommunikation. Dass strenge Regeln einzuhalten sind, ist für die meisten Kinder einzusehen. Seit einiger Zeit stellte nicht so sehr das Feuer an sich die Gefahr dar, sondern die steinerne Umrandung, die als Sitzfläche und sichere Begrenzung dient. Bei der Sanierung wurde auf eine kindgerechte und schöne Gestaltung geachtet.

Während der Umbauzeit sind wir mit zehn Baui-Kindern, nach mehrjähriger Pause, auf eine Ferienfahrt nach Prackenfels gegangen:

Albert R. (9 Jahre): Es gab einen Fußball- und Basketballplatz, wir haben viel „Wizard“ (ein Kartenspiel) gespielt und jeder hat für sich selbst ein Wappen gemalt. An einem Tag haben wir eine Rally durchs Haus gemacht und mussten Zettel finden und Fragen beantworten. Das Lösungswort war „Nachtwanderung“. Und die haben wir dann gemacht. Wir sind auf einen Berg raufgelaufen – und wieder runtergegangen. Die Marlena hat Mehl auf den Boden gestreut, damit es wie ein Wegweiser zum Orientieren im Dunkeln wirkt. Wir durften keine Taschenlampen mitnehmen. Tagsüber haben wir auch Wanderungen gemacht, zur Teufelshöhle und zur Löwengrube – da gab’s viele Eingänge und wir haben zum Erkunden Kerzen genommen. An dem Abend haben wir auch gegrillt. Leider musste ich an dem Tag schon heim, weil ich nach Italien gefahren bin. Ich fand’s schade, dass ich gehen musste.

Alessandro C. (9 Jahre): Am 11.08.2014 ging es los nach Prackenfels. Treffpunkt war der Nürnberger Hauptbahnhof. Wir waren alle sehr gespannt und haben uns sehr auf die Reise gefreut. In Altdorf angekommen wanderten wir nach Prackenfels – gefühlte 10 Kilometer, weil wir uns „1000 Mal“ verlaufen haben. Wir haben sehr viele Höhlen besucht, waren in der Teufelskirche und haben eine sehr aufregende Nachtwanderung erlebt. Ohne Taschenlampe und mit viel Mut im Gepäck haben wir uns mit Hilfe der Mehlspur auf den Weg gemacht. Nach den aufregenden Tagen hat uns Jo am Abend „der rostige Robert“ vorgelesen – das war eine super Geschichte und total schön. Es gab supergutes Essen und davon immer sehr reichlich – aber die Suppen waren immer versalzen – war vielleicht die Köchin verliebt? Versorgt wurden wir mit Schnitzel, Pommes, Spätzle, Schinkennudeln und noch so mancher Leckerei.

Natürlich gab es in den letzten Monaten noch viel mehr als nur Umbauten und Fahrten. Viele Praktikantinnen aus der Fachoberschule (eine war sogar selbst mal Baui-Kind) haben uns durch den Sommer begleitet, unsere Kinder haben so viel Fußball wie noch nie gespielt und natürlich waren wir wieder beim Kirchweihfestzug in Langwasser dabei.

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Joachim Ueberall für das Mitarbeiterteam


Ausgabe August 2014

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Baui-Kinder können schon ganz gut (mit-)kochen. Und der Kochkurs an zwei Tagen in den Osterferien hat neun von ihnen noch besser in dieser Kunst gemacht. Von selbst hergestellten Fischstäbchen bis Eis aus Erdbeeren und Mascarpone, über Nudeln Prima Vera und schönem Salat waren die Kinder mit Kochlehrer Rudi Raab, der Mutter eines Teilnehmers und einer Bauibetreuerin gut und lange beschäftigt, das Essen für 20 Personen zu zubereiten und dabei noch einiges Neues zu lernen. Zum Beispiel wissen wir alle jetzt, wie man Zwiebeln schält und schneidet ohne dabei in Tränen auszubrechen. Bei der Mädchenübernachtung im Spielhaus des Bauspielplatzes eine Woche später probierten wir die Panne Prima Vera gleich nochmal aus – ohne Rudi – und es hat geklappt!

Beide Angebote konnten wir mit der finanziellen Unterstützung durch „Children for a better world“ durchführen, und die Kinder hatten nur für den Kochkurs einen niedrigen Unkostenbeitrag zu entrichten. Die Mädchen hatten so gut eingekauft, dass von dem Übernachtungsbudget noch Geld übrig blieb. So konnten alle Kinder nach einem Museumsbesuch in Neumarkt/i.d. Opf. ein echtes italienisches Eis schlecken.

Der Besuch in Neumarkt passte gut zu dem Töpfer- oder Tonprojekt, dass wir auf dem Baui zusammen mit Künstlern Anke Hellmich und Fredder Wanoth durchführen. Die dort ausgestellten Bildhauer- und Malerkunstwerke waren wirklich beeindruckend. Und das Betreuerteam des Baui stellt immer wieder fest, dass Ausflüge an sich für Kinder von großem Wert sind. Die eigene Stadt und deren Umgebung kennen zu lernen bleibt Lerninhalt auf dem Baui.

Gute Überleitung zur diesjährigen Ferienfahrt: 12 Kinder fahren mit dem Betreuerteam nach Prackenfels bei Altdorf und verbringen dort in wunderschöner Umgebung einige Sommerferientage.

Pünktlich zum Kirchweihumzug sind wir wieder da und nehmen mit Wagen und Traktor wie üblich daran teil.

Der Baui bleibt während der Sommerferien vom 11. bis 22. August 2014 geschlossen!
LW-Kurier-2014-AugustWährend der großen Hitze Anfang Juni ist dieses Foto auf dem Baui entstanden, das beweist: Sommerspaß muss nicht teuer sein und eine feucht-fröhliche Abkühlung geht auch ohne Schwimmbecken und Mittelmeer…

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine fröhliche Sommerzeit!

Lorenz Gradl für den Trägerverein ·
Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe April 2014

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Mit dem neuen Schuljahr sind im September auch viele neue Kinder auf den Bauspielplatz gepurzelt. Die „Neuen“ haben sich auch mittlerweile schon eingelebt und haben die „Alten“ abgelöst. Da sich die jetzigen Fünft Klässler mit dem Wechsel in ihre neuen Schulen auch gleich vom Baui verabschiedet haben (oder verabschieden mussten) konnten die Zweit- und Drittklässler zu den neuen Stammkindern werden. Mit jeder neuen Generation fängt man natürlich auch ein Stück weit wieder von vorne an. Die Baui-Regeln müssen trainiert werden, Rituale (wie z.B. das Geschichte-vorlesen vor dem gemeinsamen Essen) werden eingeübt und beim Bauen heißt es jetzt wieder vermehrt „Erst messen, dann sägen, dann nageln…“.

Die Kinder beteiligen sich durch viele neue Ideen am Programm und sogar an der Einrichtung unseres Spielplatzes – so wünscht sich ein Junge z.B. einen Raum mit Spinten für Kinder, damit man sich am Baui umziehen und seine „Arbeitsklamotte“ fachgerecht lagern kann. Auch mit unserem Chaosorchester, das die Gelegenheit zum jährlichen Auftritt beim Rosenmontagsumzug natürlich wieder wahrnimmt, standen wir wieder am Anfang. 1/4 und 1/8 werden auf den Trommeln gespielt – und wie klingt es eigentlich, wenn man nur die „Off’s“ spielt? Wie auch immer, die Kinder erobern den Platz und sie machen sich toll – unsere Neuen…

LW-Kurier-2014-AprilUnser Buch „Baui 2013 – 40 Jahre jung“ zu unserem Geburtstag ist eine echte Schau geworden. Nachdem wir bereits zum 20- und zum 30-jährigen Bestehen unseres Bauspielplatzes jeweils ein Druckwerk erstellt hatten, ist uns mit dem Buch zum 40. Geburtstag ein neues „Highlight“ gelungen, echt lesens- und sehenswert, denken wir mal. Mit einer kleinen Feier in unserem Fachwerkhaus haben wir das 10-jährige Bestehen unseres Vorleseprojektes gewürdigt. Nicht nur die Kinder des Bauis haben in diesen 10 Jahren dabei einen „langen Atem“ bewiesen. Hier möchten wir uns bei den vielen Menschen, die uns über diesen Zeitraum begleitet haben, Geschichten vorgelesen (und mitunter von sich erzählt haben) und die Kinder an Bücher herangeführt haben, namentlich bedanken: Ingrid Bartel, Gert Wagner, Baukis Heuler, Gerhard Krohmer, Petra Maly, Monika Ueberall, Elfriede Tozzi, Heidi und Ernst Schulz , Ingrid Förther, Sarah Kavuza, Dieter Halbig und natürlich (weil sie uns – nicht nur in diesen 10 Jahren – versorgt hat) Uschi Götz.

Der Kinderfasching, den wir schon seit einigen Jahren zusammen mit dem Bürgerverein Langwasser, Artec, dem Gemeinschaftshaus Langwasser und (seit zwei Jahren) mit der Band Blind Devilz feat. Splitterband aus der Blindi veranstalten, war wieder ein Riesenerfolg.

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Joachim Ueberall für das Mitarbeiterteam


Ausgabe November 2013

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Ein langes Jubiläumsjahr neigt sich zu Ende. Die Energie und das Herzblut, dass unsere Bauikinder, die Künstler Anke Hellmich und Fredder Wanoth sowie die Bauibetreuer in das Kunstprojekt „Nürnberg, Architektur, Geschichte und Menschenrechte“ gesteckt haben, fand in einer wunderbaren Vernissage in der Ehrenhalle des Rathauses seine Anerkennung. Unter der Schirmherrschaft von Petra Maly wurden die Werke bei Häppchen und Musik präsentiert.

Ein weiteres Highlight 2013 war die 40 Jahr-Feier unseres Spielplatzes im September, zusammen mit den Nürnberger Aktivspielplätzen und einem aus Schwabach. Die Mitarbeiter der Aktivspielplätze sorgten für ein buntes Programm, das keine Kinderwünsche offen ließ. Die vielen Gäste wurden von der Bauchtanzgruppe des Buni und der Band „Wundertüte“ unterhalten. Dank an alle ehrenamtlichen Helfer, Unterstützer und Freunde des Baui. Ohne sie wären 40 Jahre Arbeit und der Spaß den wir dabei hatten, nicht möglich gewesen. Wir freuen uns auf die nächsten 40 Jahre.
Ein Jubiläumsjahr geht, ein neues Jahr kommt und damit eine neue Kollegin, die ihr letztes Ausbildungsjahr als Erzieherin im Anerkennungsjahr auf dem Baui leistet und sich hier vorstellt:

Marlena 2013

Hallo liebe Eltern und Kinder! Mein Name ist Marlena Odrowaz-Milewski und ich bin 21 Jahre alt. Ich denke, dass Aktivspielplätze besonders in der Stadt sehr wertvoll für Kinder sind, da es hier wenige Möglichkeiten für sie gibt, sich ihre Spielwelten selber zu schaffen und so ihre Fußabdrücke zu hinterlassen. Da ich in der Ausbildung zur Erzieherin an der evangelischen Fachakademie für Sozialpädagogik bereits einen positiven Einblick in die Offene Kinder- und Jugendarbeit gewinnen konnte, erleichterte es mir die Entscheidung für das Berufspraktikum. Am Baui gefallen mir die Möglichkeiten des handwerklichen Gestaltens besonders gut, da ich privat auch gerne mit Holz arbeite. Daher bin ich gespannt, was das Jahr mit sich bringen wird und freue mich darauf.

Das traditionell im Winter stattfindende Vorleseprojekt findet zum 10ten Mal statt und wird wie bisher am Mittwoch um 16.00 Uhr durchgeführt. Auch hier gilt, dass gute Projekte nur durch die langjährige Unterstützung der ehrenamtlichen Vorleser und der guten Geister in unserer Bauiküche zu leisten sind. In der Winterwerkstatt wird nun wieder vermehrt gearbeitet werden. Nach all den Teebeuteletiketten wenden wir uns dem Matschen und Gestalten mit Ton zu. Und gleich nach den Weihnachtsferien kommt 2014 ja auch schon bald der Fasching…

Eine fröhliche Weihnachtszeit und einen guten Rusch ins neue Jahr wünschen

Lorenz Gradl für den Trägerverein · joachim Ueberall für das Mitarbeiterteam


Ausgabe August 2013

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Etwas wirklich Neues war in diesem Frühjahr 2013 eine gemeinsame Fahrt von der gesamten Klasse 4a der Grundschule Zugspitzstraße zusammen mit dem Betreuer-Team des Bauspielplatzes. Im Rahmen des Projektes „Politische Bildung“, das über zwei Jahre in Kooperation mit der Klassenlehrerin der 3./4. Klasse gestaltet wurde, fand eine 4-tägige Fahrt nach Berlin statt, während der die Kinder arbeiteten und Freizeit mit einander verbrachten. Die Zusammenarbeit haben wir und die Grundschullehrerin als überaus kollegial und unkompliziert erlebt. (s.S.49)

Das Interesse der Eltern an dieser Klassenfahrt zeigte sich unter anderem auch an der Beteiligung am Elternabend, den wir auch gemeinsam im Spielhaus auf dem Bauspielplatz abhielten: Alle Eltern waren gekommen, um über Ziele und Inhalte der Gruppenfahrt informiert zu werden. Die meisten Kinder waren zum ersten Mal über ein paar Tage ohne ihre Eltern unterwegs; da hatten die Eltern natürlich auch einige Fragen an uns.

Während der Pfingstferien ist auf dem Baui ein ein Fachwerkbau in Zusammenarbeit mit einem Handwerker entstanden. Damit die Kinder verstehen können, wie die Balken ineinander stecken und eine stabile Basis für ein Haus abgeben, waren einige gut eingebunden beim Arbeiten mit Stemmeisen, Raspel und Säge. Im Rahmen des Kunstprojektes „Nürnberg, Architektur, Geschichte, Menschenrechte“ stellte diese Herausforderung einen wichtigen Baustein dar. Im Juni und Juli arbeiten die Künstler Fredder Wanoth und Anke Hellmich in der zweiten Phase des Projektes mit den Kindern an der Kunstausstellung für die Ehrenhalle im Alten Rathaus zu Nürnberg. Interessierte Mitbürger sind dorthin herzlich eingeladen zur Vernissage am 14. August 2013 von 18 bis 21 Uhr. Die Ausstellung ist bis 30. August zu sehen. LW-Kurier-2013-AugDer Baui wird vom Verein „Children for a better world e. V.“ in seiner Projektarbeit finanziell unterstützt.

Am 11. August sind wir wieder beim Kirchweihumzug – wie üblich mit BAUI-Traktor, Umzugswagen und mit den lustigen Baui-Kindern.

Nicht vergessen: Der Baui feiert am Samstag, 21. September von 14 bis 22 Uhr seinen 40. Geburtstag – mit Live-Musik am Abend.

Auf gehts zur Geburtstagsparty! Foto: Jo Überall

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine schöne Sommerzeit und freuen uns auf Euren/Ihren Besuch.

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe März 2013

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Die Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e. V. feierte ihr 40 jähriges Bestehen mit einem Stehempfang am 19. Dezember 2012 – dem Tag der offiziellen Vereinsgründung 1972. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Lorenz Gradl, stellte der Sozialreferent Reiner Prölß das in seiner Kontinuität und Qualität hoch einzuschätzende ehrenamtliche Engagement heraus.
LW-Kurier-2013-Maerz
Gert Wagner, Gründungsmitglied und Vereinsvorsitzender der ersten Stunde, erzählte Episoden aus den Anfängen des Vereinslebens bis der Bauspielplatz Langwasser schließlich in der Zugspitzstraße eröffnet und betrieben werden konnte. Bei Speis und Trank konnten sich alle Gäste noch fröhlich unterhalten.         Foto Inge Trepte

35 Baui-Kinder freuten sich über Weihnachtsgeschenke, die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit nach den Wünschen der Kinder eingekauft hatten. Die individuell verpackten Geschenke überreichte der Weihnachtsmann mit seinen Helfern an die Kinder. Die bedankten sich mit dem Baui-Lied, das zwar nicht sehr weihnachtlich daher kam, dafür aber mit überzeugendem auf den Tischen geklopften Rhythmus! Wir bedanken uns hier ausdrücklich noch einmal im Namen der Familien für die Geschenke.

Mit finanzieller Unterstützung durch den Verein „Children for a better world“ fand die erste Phase des Kunstprojektes zu Nürnbergs Architektur und Geschichte auf dem Baui statt, mit Begleitung der bildenden Künstler Anke Hellmich und Fredder Wanoth. Die Kinder begannen mit ihrem eigenen Stadtteil und dabei entstanden phantasievolle Bauwerke Am 20. März laden wir alle Interessierten zur Ausstellungseröffnung um 16.30 Uhr in die Grundschule Zugspitzstraße 123. Die zweite Phase des Kunstprojektes geht im Mai 2013 los und wir haben die Zusage von den freundlichen Menschen der Bundesagentur für Arbeit, vom Dach des Agenturgebäudes aus mit unseren Skizzenblöcken Nürnberg zeichnerisch festhalten zu können!

Vorher sind wir wieder vom Bundestagsabgeordneten Martin Burkert, dieses Mal mit der ganzen Klasse 4a, in den Bundestag nach Berlin eingeladen. Grundschule und Baui bereiten gemeinsam die 4-Tages-Reise vor, die als Klassenfahrt den Anspruch zwischen Studienfahrt und Freizeitvergnügen erfüllen soll. Der Baui ist in der Woche vom 15. bis 19. April 2013 wegen der Berlinfahrt geschlossen. In den Oster- und Pfingstferien können alle Kinder (von sechs bis zwölf Jahren) den Baui – wie immer kostenlos – bevölkern und mit uns gemeinsam täglich kochen.

Der Spielplatz feiert übrigens am 21. September 2013 ab 14.00 Uhr seinen 40. Geburtstag, zu dem sich alle Freunde jetzt schon eingeladen fühlen können!

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe November 2012

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Nicht wirklich neu ist es, dass die Kinder aus dem Stadtteil ihren Baui gestalten; sie werkeln zum Beispiel an ihren Hütten und es sind wieder zahlreiche Holzhäuser entstanden. So soll es sein: Kinder erfahren sich und ihre (Um-)Welt über ihr praktisches Tun. Dazu gehören eigene Ideen, Lust und Freude an Bewegung, Ausdauer und Frustrationstoleranz, wenn das Vorhaben nicht gleich auf Anhieb klappt. Um die Kinder hierbei zu unterstützen und zu begleiten, hat im Herbst wieder ein neuer Auszubildender sein Berufspraktikum auf dem Baui begonnen, der sich kurz selbst vorstellt:

MA-JonasHey Ho, mein Name ist Jonas und ich bin der neue Berufspraktikant. Ich komme aus einem kleinen Dorf namens Übermatzhofen, bei Pappenheim. Ich bin 21 Jahre alt und absolviere meine Ausbildung an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Gunzenhausen. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten in meinem Baumhaus oder bei meinen Ziegen. Das Leben in Katzwang und die total freundliche Aufnahme im BAUI machen mir ständig gute Laune. Dafür möchte ich mich hier bedanken und freue mich auf ein erlebnisreiches, spannendes und gutes Jahr mit euch allen zusammen.

Beim Kunstprojekt mit den Nürnberger Künstlern Anke Hellmich und Fredder Wanoth arbeiten wir im Winter u.a. die Skizzen von Fachwerkhäusern auf, die in den letzten Jahren während der Altstadt-Ausflüge entstanden sind und verwenden zur künstlerischen Umsetzung die seit Jahren gesammelten Teebeutelanhänger. Die Farbenvielfalt dieser Teilchen regt schon beim Sortieren zu kreativer Tätigkeit an.

Die Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V. freut sich, dass der Verein „Children for a better world e.V.“, der seit einigen Jahren viele Aktionen am Baui finanziell unterstützt, für ihre Kinderprojekte im Rahmen des Preises zum Westfälischen Frieden neben Altkanzler Helmut Schmidt ausgezeichnet wurde. Am Abend des 19.12.2012 findet anlässlich des 40. Geburtstags des Trägervereins im Baui ein Empfang zu Ehren der Mitglieder der Elterninitiative statt. Einige Gründungsmitglieder unterstützen die Arbeit des Vorstandes und des Bauiteams praktisch, geistig, finanziell. Herzlich Dank dafür! Wenn in 2013 der Spielplatz selbst vierzig Jahre erreicht, wird freilich gefeiert, was das Zeug hält: 21.09.2013 bitte frei halten!

Wir sind vertreten beim Kinderfasching im Gemeinschaftshaus am 03.02.2013 und beim Kinderfaschingszug am 11. Februar. Für letzteren Termin können die Kinder zum Trommeln für das Chaos-Orchester auf den Baui kommen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 13 bis 17:30 Uhr; in den Ferien 11 bis 17 Uhr.

Wir wünschen allen Lesern eine friedliche Zeit

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe August 2012

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Die Elterinitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V. ist 40 Jahre alt. Bestimmt denken immer noch viele Mitbürger, die den Baui kennen, dies sei eine Einrichtung des Jugendamtes der Stadt Nürnberg. Einerseits ja, denn die Stadt Nürnberg beauftragt nicht nur die hauptamtlichen Fachkräfte zum Betrieb des pädagogisch betreuten Spielplatzes, sondern gibt auch einen Betriebskostenzuschuss. Andererseits ist der Träger der Einrichtung – und somit der Hauptverantwortliche – ein Verein mit den Namen „Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V.“, der eine engagierte Vorstandschaft braucht, die ehrenamtliche Verwaltung des Platzes übernimmt, für die notwendigen Gelder sorgt (der Betriebskostenzuschuss reicht selbstverständlich nicht aus) und sich für gute Kontakte untereinander und im Stadtteil einsetzt. Der Verein hat derzeit ca. 50 Mitglieder. Mit einer Mitgliedschaft können auch Sie die Arbeit des Bauspielplatzes unterstützen . Sie nützt nicht nur dem ‚Baui‘, sondern vor allem den Kindern – Ihren eigenen und anderen! Der Jahresbeitrag beträgt EUR 13,- für Familien und Einzelpersonen. Höhere Beiträge werden gerne entgegengenommen. Spendenquittungen werden auf Wunsch im Büro des Baui ausgestellt.

Der Verein wurde im Mai 1973 ins Vereinsregister eingetragen und betreut seit August 1973 den Bauspielplatz. Zu diesem Zweck hat der Verein die Nutzung des Grundstücks von der Stadt übernommen. An dieser Stelle möchten wir allen VereinsgründerInnen, allen aktiven und passiven MitgliederInnen für ihr jahre- und jahrzehntelanges Engagement und ihre Treue, unserer Nachbarschaft für das 40jährige gute Miteinanderauskommen, der Stadt und unseren Sponsoren für die materielle und ideelle Unterstützung danken.

Baui-VSBei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde der abgebildete Vorstand der Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V. neu gewählt bzw. bestätigt.

Foto (v.r.n.l.): Lorenz Gradl (Vorsitzender), Rita Purucker (Revisorin), Thomas Wagner (Stellvertr. Vorsitzender), Heyke Feigl (Beisitzerin), Petra Prauss (Kassiererin), Astrid Bracke-Zotos (Revisorin) und Philipp Ganßer (Beisitzer)       Foto: Thomas Feigl

Am Sonntag, dem 12. August, machen wir mit unseren Baui-Wagen, die von einem echten Lanz (Baujahr 1955) – nicht verwechseln mit den Vorsitzenden Lenz (Baujahr 1954) – gezogen werden, beim Festumzug der 51. Langwasser-Kirchweih mit. Kinder dürfen gerne mitfahren! Während der Ferien werden mit den Kindern wieder interessante Ausflüge unternommen.

Unsere Ferienöffnungszeiten sind Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr.

Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch und wünschen schöne Ferien!

Mit guten Wünschen für einen doch noch heißen Sommer

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe März 2012

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Hallo Kinder, Eltern und Großeltern! Vor genau vierzig Jahren fanden viele Eltern (die heute Großeltern sind), dass ihre Kinder (die heute Eltern sind) im noch recht jungen Stadtteil Langwasser keine wirklich interessanten Spielplätze haben. Gemeinsam gründeten einige eine Elterninitiative – und die Baui-Idee war geboren. Schon ein Jahr später – 1973 – hämmerten, sägten und werkelten jeden Tag viele, viele Kinder auf dieser ganz neuen Art von Spielplatz. Heute kennt uns jeder – nicht nur in Langwasser!

Am 11. Mai feiern wir ab 16 Uhr unser großes Baui-Fest, zu dem wir alle Kinder, Eltern und Großeltern – Tanten, Onkels usw. natürlich – auch einladen.

Dieses Jahr haben wir besonders viele Ausflüge geplant – Reisen bildet schließlich! Näheres erfahrt ihr über unseren Schaukasten neben dem Eingang. Guckt doch einfach mal vorbei und werft dabei auch einen Blick auf unser neues, ganz praktisches Kunstprojekt: Wir haben im Herbst damit begonnen, die Gabionen im Eingangsbereich zu gestalten. In der zweiten Osterferienwoche geht es wieder an die Arbeit. Kinder macht mit! Dann könnt ihr euren Kindern in 20 oder 25 Jahren zeigen, was ihr gemacht habt.

Unser neues Hühnervolk hat inzwischen viele Freunde aus der Nachbarschaft gefunden. Kleinere Kinder mit Oma und Opa kommen oft an den Zaun oder auf den Baui und bewundern unseren eitlen Zwerggockel, der auf den schönen Namen „Berlusconi“ hört: Er ist fürsorglich zu den jungen Hühnern und kann sich gut durchsetzen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns ganz herzlich bei den Familien in der Nachbarschaft bedanken, die unser Hühnervolk jedes Wochenende – sommers wie winters – versorgen!

Leider müssen wir uns – aus aktuellem Anlass – auch mit dem Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit befassen. Der Baui existiert nun seit 39 Jahren und fördert von Beginn an das Demokratieverständnis und die gesellschaftliche Integration aller Kinder – egal wo sie herkommen. Kinder lernen auf dem Bai, dass Konflikte und Vorurteile nicht tabuisiert werden, sondern zum Leben und Lernen dazugehören. Kulturelle Unterschiede stellen eine Bereicherung für das Zusammenleben dar. Gerade der Stadtteil Langwasser, der von Menschen gegründet wurde, die in einer verzweifelten Lebenslage eine neue Heimat suchten, setzt sich entschieden gegen neonazistische Gedanken zur Wehr. Denn auch heute wollen wir denen die Hand reichen, die in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder in ein fremdes Land gekommen sind. Wenn Kinder bei uns nachplappern, was Ewiggestrige verbreiten, thematisieren wir natürlich das Dritte Reich und die Menschenrechte, ohne dabei parteipolitisch zu beeinflussen. Der Grundsatz, dass die Würde jedes Menschen unantastbar ist und das couragierte Eintreten für Menschenrechte werden sich immer im Alltag auf dem Baui widerspiegeln.

Unser pädagogischer Ansatz will alle Kinder stark für die Zukunft machen, damit sie gefeit sind gegen fremden- und demokratiefeindliche Gesinnungen!

Lorenz Gradl, Heyke Feigl, Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe November 2011

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser

Hallo Kinder, Eltern und Großeltern – Baui goes Bundestag!
Was machen Politiker eigentlich, wenn sie gerade mal nicht im Fernsehen Interviews geben? Das und vieles mehr erfuhren Kinder der Klasse 4a als sie zusammen mit dem Baui-Team den Bundestag in Berlin besuchten. Sie wurden dort von dem Politiker Martin Burkert empfangen, der ihnen Rede und Antwort stehen musste. Das war nicht immer leicht, denn die Kinder hatten sich im Unterricht schon gründlich vorbereitet und auch gleich Verbesserungsvorschläge parat: Sie wollen mehr Ansprechpartner für Kinder in Schulen, bezahlbare Wohnungen und Wählen ab 16. Herr Burkert war von den cleveren Kindern begeistert und meinte: „Die Kinderwünsche kann ich voll und ganz unterschreiben. Daher habe ich auch zugesichert, mich für diese Forderungen stark zu machen.“ Nach einem gemeinsamen Mittagessen besichtigten die Kinder dann noch den Reichstag – natürlich mit Kuppel – und auch einige der vielen anderen Sehenswürdigkeiten Berlins, die nichts mit Politik zu tun haben.

In der Kooperation zwischen der Grundschule Zugspitzstraße konnten die Kinder über ein Jahr hinweg Politik hautnah erleben: Von der Stadtteil-Kinderversammlung über den Landtag zum Bundestag. Das Baui-Team bedankt sich vor allem bei der Klassenlehrerin Frau Heinke für die kollegiale Zusammenarbeit. Sie genießt ab diesem Herbst ihren Ruhestand (so hoffen wir) und wir wünschen ihr alles Gute.

MA-HermannSeit 1. September gibt es ein neues Gesicht auf dem Baui: Hermann. Der stellt sich gleich mal selbst vor: „Hallo, ich bin der neue Berufspraktikant auf dem Baui. Über einige Umwege in meinem Leben bin ich, von Sachsen aus kommend, immer tiefer ins mir inzwischen ans Herz gewachsenen Frankenland gezogen. Meine Ausbildung absolviere ich an der FAKS in Hof (Saale). Ich bin 25 Jahre alt und sehr glücklich, auf dem Baui so gut angekommen zu sein. Schuld daran sind die vielen netten und lebensfrohen Kinder, das Team, meine WG und die Stadt. Ich freue mich auf ein erlebnisreiches, spannendes und gutes Jahr mit euch allen zusammen.“

Auf dem Baui haben sich die Hühner, mit Gockel Siegfried schon prima eingelebt. Sie legen brav Eier, aus denen wir dann zum Beispiel Pfannkuchen backen. Natürlich freuen sie sich auch über die vielen Kinder, die sich näher für das „Hühnerleben“ interessieren. Gerne dürft ihr altes Brot vorbeibringen – fragt aber unbedingt vorher, ob füttern gerade okay ist; nicht dass unsere Hühner zu viel Futter bekommen und krank werden. Die Kleinen unter euch können auch gerne mal mit Oma und Opa vorbeischauen. Gerade was Federvieh anbelangt, kennen die sich oft besonders gut aus.

Die neu gepflanzten Himbeerbüsche gedeihen prächtig und haben jede Menge Früchte. Für Marmelade wird die Ernte wohl trotzdem nicht reichen: Es wurden schon einige Kinder und Betreuer beim Naschen erwischt!

Nach den Herbstferien startet immer mittwochs unser jährliches Vorleseprojekt. Alle Kinder sind herzlich dazu eingeladen, sich von spannenden Geschichten in die Welt der Fantasie entführen zu lassen!

In den Weihnachtsferien hat der Baui an folgenden Tagen geöffnet: 28., 29., 30. Dezember und im neuen Jahr am 3., 4., und 5. Januar.

…und schon mal vormerken: Der Baui engagiert sich mit seinem Chaosorchester natürlich wieder am Nürnberger Rosenmontagsumzug in der Innenstadt

Lorenz Gradl, Heyke Feigl, Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe August 2011

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Botschaft an alle Langwasserkinder: Hurra, endlich Ferien!!! Doch was tun??? Auf keinen Fall soll Langeweile aufkommen und den ganzen Tag alleine vor dem Computer oder der Glotze sitzen ist doch doof, am Baui ist was los! Auf dem Baui-Gelände werden seit 38 Jahren Kinder im Alter bis etwa 12 Jahre pädagogisch betreut. Viele Familien kommen schon in der zweiten Generation her. Wer seinen sechsten Geburtstag schon gefeiert hat, darf ohne Eltern kommen. Unsere Angebote werden auch von Grundschulen, Horten und Kindergärten gerne wahrgenommen.

Du kannst hier mit Hammer, Nägeln und Säge Hütten bauen, im Gemüsegarten ein Erdbeerbeet anlegen, die Hühner und den Hahn füttern, im Stall schauen, wie viele Eier die Hühner gelegt haben. Wir haben eine überdachte Bühne zum Theaterspielen und ein großes Gelände zum Verstecken. Feuerle schüren ist bei uns erlaubt! Wir braten gerne Kartoffeln und Würstchen (für kleine Moslems natürlich aus Putenfleisch). Sollte das Wetter einmal gar nicht nach Hochsommer ausschauen, kannst du mit anderen Kindern im großen Aufenthaltsraum Spiele machen, oder in der Werkstatt töpfern. In den Ferien kochen wir jeden Tag, natürlich international. Viele Muttis (und manchmal auch Papis) haben schon Rezepte beigesteuert, die wir dann gemeinsam nachgekocht haben. Egal ob nun deutsch, türkisch, russisch, polnisch oder wie auch immer gekocht wird: Es haben sich dabei schon viele Kontakte ergeben, die so ganz nebenbei helfen, dass sich alteingesessene und neue Langwasseraner näherkommen.

Das Mittagessen ist natürlich umsonst – nein, halt: Bei uns gilt: Wer mitessen will, muss auch ein bisschen mitarbeiten, z. B. verlorene Nägel einsammeln. Aber es hat sich noch niemand wegen Überarbeitung beschwert.

Also, wenn du unser Baui-Fest (mit den familienfreundlichsten Preisen, die es gibt) am 27. Mai, mit Trödelmarkt, Grillen und … verpasst hast, dann komm doch einfach jetzt mal vorbei! Bring ruhig deine Eltern mit! Schaut euch um! Wir freuen uns auf euch!

Unsere Ferienöffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr. Wir haben vom 1. bis zum 12. August geöffnet. Am Sonntag, den 14. August, machen wir mit unseren Baui-Wagen, die von einem echten Lanz gezogen werden, beim Kirchweihumzug mit. Du darfst gerne mitfahren!

Gleich am Montag fahren wir dann auf unsere jährliche und sehr preisgünstige Ferienfahrt, diesmal geht’s nach…Ab 5. September sind wir dann wieder für alle da! Dann startet unser Graffiti-Projekt, für das wir noch interessierte Jugendliche suchen. Wir möchten eine große Holzaußenwand gestalten. Sprayer, bitte meldet euch!

Mit guten Wünschen für einen doch noch heißen Sommer

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe März 2011

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Nachdem der Redaktionsschluss für diese Ausgabe des Kuriers noch vor dem diesjährigen Faschingsende liegt, können wir nichts über den Rosenmontags- Kinderfaschingszug berichten; nur so viel wissen wir: unser Chaos-Orchester wird seinem Namen alle Ehre machen. Wir werden Kinder dabei haben, die es zurzeit einfach vorziehen, draußen zu spielen, an ihren Hütten zu bauen und die Winterschäden zu beseitigen. Warum sollten wir sie von Aktivitäten abhalten, die wir für so wichtig für die Gesundheit der Kinder erachten: Bewegung an der frischen Luft!

Als es noch tiefer Winter war hatten wir dienstags eine Trommelstunde eingehalten; und auch das halten wir in jeder Beziehung für gesund! Aber leider hat sich unser Kollege kürzlich den Daumen gebrochen und so können wir nicht beides gleichzeitig anzubieten. Unser Team ist dann doch zu klein…

Deshalb stellen wir wieder einmal fest, wie gut sich Kooperationen eignen, etwas auf die Beine zu stellen: den gemeinsamen Kinderfasching von Bürgerverein, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, dem Gemeinschaftshaus und dem BAUI fanden die vielen Kinder und Eltern, die sich am 27. Februar 11 in vielfältiger Verkleidung im großen Saal zusammengefunden hatten, ansprechend und lustig. Die Veranstaltung – zum größten Teil getragen von ehrenamtlich Tätigen! – lässt sich nur in dieser Form von Zusammenarbeit durchführen – für einen Verein oder eine Einrichtung alleine wäre das nicht zu stemmen.

Auf dem BAUI hat in diesem Winter unser Vorleseprojekt – in dieser Form auch nur mit Ehrenamtlichen möglich! – zum siebenten Mal erfolgreich stattgefunden, und es wird im November 2011 in die achte Runde gehen. Die Vorleserinnen und Vorleser leisten hierbei einen absolut wertvollen Beitrag für die Kinder. Danke an alle!

Und zur Freude der Kinder, Eltern, Nachbarn wird sich der BAUI – nachdem von Vogelgrippe keiner mehr spricht! – im Frühjahr wieder ein Hühnervölkchen zulegen. Nachdem auf dem BAUI ja sehr viel mit den Kindern gekocht wird und Themen wie Umwelt und Ernährung auch immer wieder in der Ausbildung von Erzieherinnen von uns wichtig gemacht werden, können wir den Kindern wieder praktisch aufzeigen, wie ein Kreislauf von Geben und Nehmen in der Natur aussehen kann. Auch die Gartenarbeit soll in diesen Kreislauf einbezogen werden.

Vielleicht ist davon ja schon einiges beim diesjährigen BAUI-Fest zu sehen: am Freitag, 27. Mai 2011 ab 16:00 Uhr heißt es dann für Kinder, Eltern, Großeltern, sonstige Verwandte und alle Freunde des BAUI: kommet zu Hauf, seid willkommen und habt eine gute Zeit!

Und das wünschen wir allen Leserinnen und Lesern des Langwasser Kuriers bis dahin sowieso!

Eine fröhliche Frühlingszeit.

Lorenz Gradl für den Trägerverein · Inge Trepte für das Mitarbeiterteam


Ausgabe November 2010

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Zuerst ein kurzer Rückblick von Stefan P. (10 Jahre) auf die Ferienfahrt nach Weißenstadt im Fichtelgebirge im verregneten August: Mir hat am besten das Schullandheim gefallen und ich fand am besten, wo wir am Waldstein gewandert sind. (Als Beitrag für diesen Artikel geschrieben, nach dem wiederholten Anschauen des Fotobuches von der Fahrt.)

MA-TinaHallo, mein Name ist Tina Eichhorn und ich bin die neue Erzieherin im Anerkennungsjahr auf dem Bauspielplatz. Ich bleibe vom 1.9.10 bis 31.8.2011 auf dem Baui.

Ich bin 20 Jahre alt und komme ursprünglich aus einem kleinen Ort im Landkreis Roth. Da ich selbst als „Landkind“ die Möglichkeit hatte, täglich an der frischen Luft zu spielen, finde ich es super, dass es auch hier in der Stadt Einrichtungen wie den Baui gibt, auf welchen Kinder diese Gelegenheit nutzen können. In meiner Arbeit als angehende Erzieherin, versuche ich für die Kinder stets ein offenes Ohr zu haben und mich in ihre Lebenswelt einzufühlen um sie mit ihren Problemen zu verstehen.

So, wie jeder Herbst auf dem Baui den Schulkindern im Stadtteil eine neue Bezugsperson anbietet, so sicher ist es, dass sie ihre liebgewonnenen ehrenamtlichen Vorleser/innen jeden Mittwoch Nachmittag zwischen 16:00 und 17:00 Uhr bis in das Frühjahr 2011 wieder ganz für sich haben können. Am 17. November 2010 geht es weiter und auch die Vorleser/innen freuen sich auf die Quasselrasselbande, die sie für ca. eine Stunde unter ihre Fittiche nehmen. Die Kinder brauchen sich nicht anzumelden, wer da ist, findet mit Hilfe der Bauibetreuer/innen bestimmt ein passendes Lese-Grüppchen.

In den Herbst- und Wintermonaten wird am Dienstag Nachmittag ein Trommelkurs stattfinden; donnerstags wird genäht und freitags getöpfert; dienstags und donnerstags gibt es auch weiterhin eine selbstgekochte Mahlzeit für Kinder.

Ganz schön was los!

Wir freuen uns, wenn sich auch Eltern oder Großeltern über unser Angebot informieren! Kinder zwischen 6 und 12 Jahren können sowieso einfach kommen, wann sie Lust dazu haben, und mit ihren alten Freunden spielen und neue dazu gewinnen.

Während der Weihnachtsferien hat der Baui geöffnet: 28. – 30.12.10 und 3. – 5.1.11; immer von 11:00 bis 17:00 Uhr.

Und weil es bald rum ist, das Jahr 2010, nutzen wir hier und jetzt die Gelegenheit speziell unseren Nachbarn in der direkten Umgebung des Spielplatzes für ihr Verständnis für Baui-Kinder zu danken! Wir arbeiten hier in gutem Einvernehmen mit der Nachbarschaft, so dass die ehrenamtlich engagierten Vereinsmitglieder und Vorstände einen Teil ihrer Freizeit gerne der Organisation und Verwaltung des pädagogisch betreuten Spielplatzes zur Verfügung stellen.

Liebe Eltern, in der dunklen Jahreszeit begleiten Erwachsene ihr/e Kind/er kurz vor Bauischließung bis an die Haustüre – allerdings sollte die Wohnung zu Fuß zu erreichen sein!

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2011!

Lorenz Gradl (für den Trägerverein) · Joachim Ueberall (für das Mitarbeiterteam)


Ausgabe August 2010

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Wenn einer denkt, dass auf dem Bauspielplatz ausschließlich im Dreck gemanscht, im Lagerfeuer gezündelt und ansonsten die schulfreie Zeit mit frechen Streichen verbracht wird – der irrt gewaltig! Neben der Notwendigkeit, dass Kinder sich auf dem pädagogisch betreuten Spielplatz in Sachen Umwelt, Mensch und Natur ausprobieren und hier dringend notwendige Erfahrungen fürs Leben machen, sind Zielsetzungen wie zum Beispiel die Förderung von Demokratieverständnis in der Konzeption des Trägervereins Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V. fest verankert.

Im Rahmen der im Kurier bereits erwähnten guten Zusammenarbeit mit der benachbarten Grundschule wurde dieses Jahr die politische Bildung der Klasse 3a besonders in Angriff genommen.

Die Kinder durften schon für die Kinderversammlung in Fragen an die Kommissionsmitglieder und die „Stadtteilpaten“ stellen, die sie mit ihrer Lehrerin Frau Heinke und dem Mitarbeiterteam des Baui vorbereitet hatten. Die Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger (SPD) hatte daraufhin den Besuch im Maximilianeum am 15. Juni möglich gemacht – normalerweise ist die Führung durch den Landtag nicht auf so junge Kinder ausgelegt. Der Verein „Children for a better world“ unterstützte das Bildungsangebot finanziell. Von diesen Erlebnissen wurden Berichte von den Kindern verfasst, die wir hier anschließend auszugsweise vorstellen.

Die Kinderversammlung

„Am 2. März trafen wir uns um 13:00 Uhr im Baui. Da hatten wir eine kurze Besprechung mit den Bauikindern. Danach gingen wir ins Gemeinschaftshaus. Dort fing die Kinderversammlung an. Die angesprochenen Themen: neues Freibad, mehr Spielplätze, besser beleuchtete Gehwege. … Ich hoffe, dass manche Anforderungen auch verwirklicht werden.“ Von Mark

Ausflug nach München im Juni

Am Dienstag sind wir mit einem Bus nach München gefahren. Es war wie in einem rollenden Klassenzimmer. Unsere Lehrerin hat uns Fragen gestellt, die wir alle beantwortet haben. Danach haben wir ein Arbeitsblatt mit den Fragen über unsere Entscheidungen als Abgeordnete oder Minister bearbeitet. Nach zwei Stunden sind wir im Maximilianeum angekommen. Wir wurden zuerst durch das Gebäude geführt. Auf den großen Treppen lagen rote Teppiche, an den Wänden hingen mehrere schöne Ölgemälde. In dem Plenarsaal, in dem alle Sitzungen mit dem Präsidenten und den Abgeordneten durchgeführt werden, hatten wir ein Interview mit dem Thomas Mütze, dem neuen

Chef der Grünen gemacht. Ein Fernsehteam hat uns dabei begleitet und das Interview aufgenommen. Wir haben sehr viel über die Arbeit der Abgeordneten erfahren und auch unserer Fragen wurde beantwortet.

Danach sind wir zu einem Spielplatz in Neuhausen gefahren. Rolf, der Leiter des Spielplatzes hat uns eine Führung angeboten. Es gab eine Jungenhütte und eine Mädchenhütte, eine Hüttenstadt und eine Wasserrutsche. Der Spielplatz ist insgesamt unserem Baui sehr ähnlich, ist aber viermal so groß.

Besonders hat mir dort die Hüttenstadtgefallen, weil es dort so viel Platz zum Spielen gibt. Um 15 Uhr mussten wir leider schon gehen. Auf der Rückfahrt haben wir gespielt und uns unterhalten. Unser Ausflug war sehr informativ u n d interessant und hat sehr viel Spaß gemacht. Von Dominik

Mit guten Wünschen für einen doch noch heißen Sommer

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe März 2010

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Ja, der Winter war für Stadtkinder dieses Jahr wirklich ein Vergnügen; zumindest im Januar, als selbst in Nürnberg so viel Schnee vom Himmel fiel, dass sie spielen konnten. Nachdem der November und Dezember eher trocken waren, wollten die Baui-Kinder auch kaum ruhigen Beschäftigungen in der „Weihnachtswerkstatt“ im Haus nachgehen (dort können sie Geschenke herstellen), sondern sie arbeiteten draußen an ihren Hütten, wie die Eichhörnchen an ihrem Wintervorrat. Es war ein richtiger Bau-Boom ausgebrochen und bereits Ende Januar wollten zumindest die Jungs schon wieder Werkzeug ausleihen; es war aber tatsächlich zu gefährlich zum Bauen, die Schneedecke und das Eis darunter ließen es nicht zu.

Und es musste ja sowieso ein Trommelprogramm für den Kinderfaschingszug am Rosenmontag eingeübt werden; die Dekoration für den gemeinsamen Kinderfasching mit dem Bürgerverein Langwasser, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und dem Gemeinschaftshaus, nämlich ein Märchenwald, musste gebaut werden; das Vorleseprojekt mit ehrenamtlichen Vorleser/innen stand als festes Angebot jeden Mittwoch an und dazu noch personelle Ausfälle, die zum Glück über engagierte Honorarkräfte ausgeglichen werden konnten; also alles in allem ein Winter ohne Langeweile.

Eine Neuerung in Sachen gemeinsames Essen konnten wir Dank einem großzügigen Zuschuss des Vereins ab Januar einführen: Neben dem regelmäßigen Essensangebot, das während der Schulzeit jeden Donnerstag und während der Ferien täglich kostenlos angeboten wird, ist jetzt jeder Dienstag auf dem Baui der „Subbm- und Breidaach“ (auf fränkisch!). Baui-Kinder können hier selber entscheiden, ob sie sich am gemeinsamen Essen beteiligen; allerdings muss jede/r, der mit isst auch etwas arbeiten und sich an bestimmte Regeln halten. Und dieses Angebot wird seit Jahren – oder sollten wir seit Jahrzehnten sagen? – gerne angenommen!

Eine weitere Spende hat der Trägerverein des Bauspielplatz Langwasser von der Sparda-Bank erhalten, um die geplanten und dringend nötigen Sanierungsarbeiten im Außenbereich, speziell an den bestehenden Böschungen im Eingangsbereich und an der Feuerstelle, im Frühjahr und Sommer 2010 durchführen zu können; auch die Stadt Nürnberg unterstützt den Trägerverein diesbezüglich. Der Verein freut sich über diese motivierenden Hilfen. Die Arbeit, die die Mitglieder ehrenamtlich für den Stadtteil leisten, findet dadurch offensichtliche Anerkennung.

Auch in 2010 will unsere Einrichtung in der Zugspitzstraße mit dem Betreuerteam für alle (Schul-)Kinder und ihre Familien ein aufgeschlossener Ansprechpartner bleiben. Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch und wünschen einen wunderbaren Frühling!

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe November 2009

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Um es den „neuen“ Kindern zu erleichtern, auf dem Spielplatz Fuß zu fassen, mussten neue Wege gefunden werden, die in vernünftige und nachhaltige Kooperationen zwischen unterschiedlichsten Einrichtungen münden; wir waren bereit und gewappnet! Mit einem „Verbrennungsprojekt“ (der Umgang mit Feuer und Pizzabacken) und einem „Wasserprojekt“ konnten wir – in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen der Grundschule Zugspitzstraße – mehrere praktische Unterrichtseinheiten auf dem Bauspielplatz anbieten.

Die Sommerferien nutzten wir, um mit den Kindern Ausflüge in die Altstadt zu machen (z. B. in die Hesperidengärten) und Fachwerkhäuser zu skizzieren. Im „normalen“ Platzbetrieb stand das Hütten bauen lange Zeit im Mittelpunkt. Aber nicht nur die Kinder haben gebaut wie die Weltmeister. „Unser“ Roland vom ZAB renovierte mit seinem Handwerkerkollegen Arnold den Mattenraum, in dem die Kinder körperliche Ertüchtigung üben. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ferien war das tägliche miteinander Kochen und Essen. In diesem Sommer gestalteten sich die Mahlzeiten als eine kulinarische Reise durch die Welt, auf der uns Vereinsmitglied Uschi Götz nicht nur tatkräftig begleitet hat – genau genommen war sie unsere „Reiseleitung“.

Wie in jedem Jahr mussten wir uns wieder von unserer liebgewonnenen Erzieherin im Anerkennungsjahr verabschieden und dürfen dafür jedoch gleich ihre nette Nachfolgerin als Teammitglied begrüßen.

MA-Lena_2009„Hallo! Mein Name ist Lena Stock, ich bin 21 Jahre alt und arbeite nun als Berufspraktikantin für ein Jahr auf dem BAUI mit. Ich bin im Landkreis Ansbach aufgewachsen und besuche die Fachakademie für Sozialpädagogik in Gunzenhausen. Während der Ausbildung zur Erzieherin dürfen wir verschiedene Praktika absolvieren. So arbeitete ich bereits 2006/2007 in einem Langwasser-Hort. Ich freue mich, dass es mich nun wieder hierher verschlagen hat. Da ich die offene Kinderarbeit noch nicht kennengelernt habe, freue ich mich umso mehr und bin gespannt, was das Jahr am BAUI so mit sich bringt.“

Nach den Herbstferien starteten wir mit ehrenamtlichen VorleserInnen in die sechste Saison unseres Vorleseprojektes. Wir laden alle Kinder herzlich zum Zuhören ein! Anmeldung ist nicht notwendig; das Angebot ist kostenlos.

Auch die Weihnachtswerkstatt wird es wieder geben. Die kalten, dunklen Wintertage werden wir in unserer heimelig-beheizten Werkstatt verbringen und an Weihnachtsgeschenken werkeln. Mit unseren Kindern als Baui-Chaosorchester beteiligen wir uns wieder am Kinderfaschingszug in der Nürnberger Innenstadt und am Kinderfasching im Gemeinschaftshaus am 7. Februar. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2010!

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Joachim Ueberall (Spielplatzmitarbeiter)


Ausgabe August 2009

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz Langwasser
Baui-Kindern sagt man landauf und landab nach, besonders stark und engagiert zu sein. Und das ist auch richtig.

Wenn sich Bauikinder zum Beispiel als Klimaforscher bei dem Projekt des Sozialreferates der Stadt Nürnberg mit dem Hauptsponsor SpardaBank Nürnberg mit Klimaschutz beschäftigen, dann bekommen sie doch prompt von den Mitarbeitern des Kindermuseums gesagt, dass sie sich die wichtigen Sachen sehr gut gemerkt haben — was macht CO2; mit unserer Erde und wo können wir Energien einsparen, um zum Beispiel für die Eisbären Lebensraum zu erhalten. Komplexe Zusammenhänge in anschaulichen Experimenten selbst erforscht – vorbereitet und durchgeführt von den Mitarbeitern des Kindermuseums — hinterlassen eben Wissen in den Köpfen der Kinder. Jedenfalls ist das Ziel, bei Kindern Interesse an ihrer Umwelt und an Umweltschutz zu wecken, mit diesem Projekt wieder ein Stückchen näher gerückt.

Von Mai bis Ende Juni war Klimaschutz Thema und den Abschluss bildete der Kinder-Klima-Gipfel mit einem Empfang im Nürnberger Rathaus und der Verleihung von Urkunden durch den Bundesumweltschutzminister Sigmar Gabriel und den Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly.

Kurzzeitig war das Forschen verlegt worden: 12 Bauikinder konnten im Fichtelgebirge während unserer diesjährigen Ferienfahrt im Juni Natur pur erleben und herausfinden, wie fit sie selber sind. Aller Anfang ist schwer, heißt es ja – und so waren die ersten Wanderungen eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Und das Erlebnis auf den Bergen und im Bergwerk dafür umso schöner. Und beim Wandern durch den Wald gibt es so viel zu entdecken, dass es bald auch nicht mehr langweilig ist – dieses ewige „einen Fuß vor den anderen setzen“. Leider hatten wir die „Schafskälte“ erwischt und an zwei Tagen hat es durchgängig geregnet. Da gab es dann eine richtig schwere Schnitzeljagd um das Haus herum; was wir alle dabei nicht wussten: am Abend dieses Tages gab es tatsächlich Schnitzel! Jippie.

Während der Sommerferien ist der Baui durchgängig geöffnet (Mo bis Fr von 11:00 bis 17:00 Uhr). Wir werden wieder Ausflüge mit den Kindern unternehmen und bestimmt auch wieder eine Baui-Übernachtung anbieten: dann ist allerdings kein Spielplatzbetrieb möglich. Gekocht wird jeden Tag, und jedes Kind kann auch ohne Geld einstecken zu haben, gemeinsam mit allen essen, wenn es bereit ist, eine Arbeit zu übernehmen.

Der Trägerverein des Bauspielplatzes erhält dieses Angebot schon seit Jahrzehnten! Immer mal wieder bekommt und braucht der Verein deshalb auch Zuschüsse und Spendengelder aus diversen Stiftungen; das Essensangebot und auch das weithin bekannte Vorleseprojekt können so zuverlässig durchgeführt werden. Für die Kinder ist das noch mal eine Gelegenheit mehr, „groß und stark“ zu werden. Und das wollen wir doch alle!

Wir wünschen allen Lesern eine gute Zeit.

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe April 2009

Baui-LogoNeues und Altes vom Bauspielplatz Langwasser
Der älteste pädagogisch betreute Spielplatz in Nürnberg, der Bauspielplatz Langwasser, wird in diesem Jahr 36 Jahre alt. Da im Verbreitungsgebiet des Langwasser-Kuriers immer wieder neue Familien zuziehen, möchten wir auch diese über unseren Verein informieren. Bestimmt denken viele Mitbürger, die den Baui kennen, dies sei eine Einrichtung des Jugendamtes. Einerseits ja, denn die Stadt Nürnberg beauftragt nicht nur die hauptamtlichen Fachkräfte zum Betrieb des pädagogisch betreuten Spielplatzes, sondern gibt auch einen Betriebskostenzuschuss. Andererseits ist der Träger der Einrichtung – und somit der Hauptverantwortliche – ein Verein, der eine engagierte Vorstandschaft braucht, die ehrenamtliche Verwaltung des Platzes übernimt, für die notwendigen Gelder sorgt (der Betriebskostenzuschuss reicht selbstverständlich nicht aus) und sich für gute Kontakte untereinander und im Stadtteil einsetzt. Eine Mitgliedschaft im Verein können alle Menschen erwerben, die sich für Kinder engagieren. Der Mindestbeitrag beträgt gerade mal 13 Euro pro Jahr.

Der Bauspielplatz selbst, besser bekannt als der Baui, ist ein Ort für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Hier können Kinder Hütten bauen, kochen und gemütlich essen, spielen, sich verkleiden, Musik machen (vor allem Trommeln), an Freizeiten teilnehmen, Feuer schüren, Sport treiben (z.B. Basketball), Auftritte einüben, malen, zeichnen, basteln, Kräuter züchten und Pflanzen pflegen, die Betreuer „nerven“ usw. Wir möchten hier alternative Spiel- und Erlebnismöglichkeiten für Kinder aus der Stadt bieten. Die Benutzung des Platzes ist kostenlos und man muss auch kein Vereinsmitglied sein (man kann es aber dennoch gerne werden). Offnungszeiten: In der Schulzeit: Mo-Fr 13.00-17.30 Uhr, in den Ferien: Mo-Fr 11.00-17.00 Uhr.

Aktuell macht der Baui bei dem Umweltprojekt „Klimaforscher“ der Sparda-Bank, in Zusammenarbeit mit dem Kindermuseum, mit – wir werden über den Energieverbrauch einiges lernen, Wetterbeobachtungen anstellen, Experimente mit Wasser machen usw.

LW-Kurier-2009-Apr

Die Ferienfahrt für acht- bis zehnjährige Kinder vom 2. bis 9. Juni geht wieder ins Fichtelgebirge; auch hier wird zum Thema Umwelt und Gesundheit einiges an Inhalten zu finden sein. Der Baui ist deshalb während der Pfingstferien geschlossen. In den Osterferien ist geöffnet. Bei gutem Frühlingswetter gibt es in der zweiten Ferienwoche eine Baui-Übernachtung.

Die Bauiburg (siehe Foto rechts) wird weiter wachsen; und die Baui-Kinder auch, denn man wächst an seinen Aufgaben!

Und zum Schluss das Bauifest 2009: In diesem Jahr feiern wir unser Fest am Freitag, dem 15. Mai, ab 16.00 Uhr. Natürlich werden wir wieder für das leibliche Wohl mit Essen und Trinken sorgen.

Mit vielen Grüßen an die LeserInnen

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe Dezember 2008

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Bald ist Weihnachten und das Jahr 2008 geht hoffentlich für alle Leser/innen erfolgreich zu Ende. Der Baui hat im März befristeten Zuwachs von einer Hilfskraft (Rene Sporrer) bekommen, musste sich von einer liebgewonnenen Mitarbeiterin verabschieden und hat eine sehr aufgeschlossene Erzieherin im letzten Ausbildungsjahr als Teammitglied dazu gewonnen:

MA-Lucie

„Mein Name ist Lucie Hruska und ich absolviere gerade auf dem Baui mein Anerkennungsjahr zur Erzieherin. Ich besuche die Fachakademie für Sozialpädagogik in Hof/Saale. Die Schule bietet während der Ausbildung viele Praktika an, sodass ich in unterschiedlichsten Einrichtungen Einblick gewinnen konnte. Offene Kinder- und Jugendarbeit hat mich besonders interessiert. Ich habe mich am Baui beworben, da ich eine solche Einrichtung für Kinder noch nicht kannte. Ich freue mich sehr auf das kommende Jahr!“

Wie berichtet, sind die Kinder, die den Baui zur Zeit besuchen, noch jung (1./2. Klasse). Sie können im Vergleich zu früheren Besuchergenerationen nicht mehr so einfach von älteren Kindern antizipieren und darüber ganz leicht (lebensnotwendige) Erfahrungen sammeln, die sie zu geschickten Baui-Kindern machen. Da hat eine unkoordinierte Schulpolitik ganz schön was vermasselt – zumindest aus der Sicht von Pädagogen, die das Lernen auch im kindlichen Alltag ansiedelt und gemeinsames Spielen als sehr wichtig für die gesunde Entwicklung von Kindern sehen. Nun gut – es müssen Wege gefunden werden, die in vernünftige und nachhaltige Kooperationen zwischen unterschiedlichsten Einrichtungen münden: Wir sind bereit!

Die Baui-Kinder konnten in diesem Jahr viele verschiedene Örtlichkeiten in unserer Stadt und in der näheren Umgebung kennenlernen. Oft war die Nürnberger Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern unser Ziel; dort machten die Kinder u.a. Skizzen für ein Kunstprojekt, über das wir hier noch nichts verraten wollen! Auf dem Spielplatz ist eine „Baui-Burg“ in der Bauphase; einige Kinder haben den Leitsatz: „Messen, Sägen, Nageln“ bereits verinnerlicht – und wir sind allesamt stolz auf das wackere Bauwerk. Erfrischend – weil sich jüngere Kinder als Selbstdarsteller leichter tun – war dieses Jahr unser Beitrag zur Langwasser-Kirchweih. Durch die radschlagenden Mädchen hinter dem Gauklerwagen, hatten wir viele freundliche Zuschauer auf unserer Seite. Danke!

Das Vorleseprojekt findet in diesem Winter dank der ehrenamtlichen Leser/innen wieder statt. Auch die Weihnachtswerkstatt, wo Kinder für einen geringen Unkostenbeitrag Geschenke für ihre Lieben selber machen können, ist ein „Muss“. Das nächste Jahr bringt im Fasching unser Trommlerorchester auf den Plan und wir werden mit den „jungen“ Kindern eine Ferienfahrt machen! Mehr darüber beim nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Neues vorn Baui!

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern und der Redaktion des Kuriers ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2009!

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe August 2008

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Unser Stadtteil hat den ältesten Spielplatz in der ganzen Stadt. „Was soll an einem alten Spielplatz gut sein?“, werden sich die interessierten Leser fragen! Darauf haben wir Antworten:

Erstens: Es ist nicht irgendein Spielplatz, sondern ein Platz von 3.200 Quadratmetern Fläche und mit einem Spielhaus, in dem Kinder unter anderem werken, kochen, Musik machen und Musik hören, tanzen und spielen können.

Zweitens und unschlagbar: Die (Schul-)Kinder bauen sich hier selber Hütten, schüren Feuer, treffen Freunde, buddeln Löcher in die Erde und spielen. Sie haben Ansprechpartner, pädagogisch-fachlich qualifizierte Betreuer und Betreuerinnen. Diese sind mit den Kindern per „Du“ und begleiten sie oft über viele Jahre.

Drittens: Der Spielplatz wird schon immer von Bürgern unseres Stadtteils und weit darüber hinaus ehrenamtlich verwaltet und begleitet. Er hat einen Trägerverein, der vom Jugendamt der Stadt Nürnberg mit Fachpersonal ausgestattet und finanziell unterstützt wird.

Viertens: Seitdem es diesen Spielplatz gibt, ist dieses Angebot für Kinder und deren Familien kostenlos. Keine Familie m u s s Mitglied im Verein sein, damit die Kinder den Spielplatz nutzen dürfen.

Fünftens: Es gibt diesen Spielplatz schon so lange, dass die Kinder der damaligen Kinder hier ihre „Spielheimat“ finden: und es werden im August 2008 ja nun schon 35 Jahre!

Sechstens: Dieser Spielplatz heißt „Bauspielplatz Langwasser“ und ist trotz vieler Anfechtungen in den Anfangsjahren zu einem nicht wegzudenkenden Bestandteil in Langwasser geworden!

Und weil unsere Einrichtung für Kinder als Ressource in der Bildungslandschaft immer noch bei zu wenigen Mitbürgern wirklich bekannt ist, freuen wir uns, dass wir hier im Langwasser-Kurier immer wieder Neues vom Baui berichten dürfen und auch können!

Wir haben in diesem Jahr unsere guten Beziehungen zur benachbarten Grundschule in der Zugspitzstraße weiter ausbauen können. Während unserer Planungstage (Betreuerteam, Vereinsmitglieder und externe Fachkräfte) haben wir an der Fragestellung gearbeitet, wie wir gemeinsam mit dem Lehrpersonal Angebote für die Kinder während der Schulzeit gestalten könnten.

Ist doch schön, dass wir hier in Langwasser den ältesten Spielplatz haben! Unsere Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 13:00 bis 17:30 Uhr und in den Ferien: Montag bis Freitag von 11:00 bis 17:00 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Zugspitzstraße 181!

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine gute Zeit.

Lorenz Gradl (Vorsitzender) · Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe März 2008

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Hurra, die neue Generation ist da.

Es gibt erfreuliche Nachrichten vom Spielplatz in der Zugspitzstraße! Die neue Generation hat den Baui entdeckt und das bedeutet, dass Mädchen und Jungen, die gerade mal in die Schule gekommen sind, ihre Erfahrungen mit hämmern, sägen und buddeln machen. Wie für die Generationen zuvor auch, ist für Kinder das Feuer immer wieder ein Erlebnis. Das Spielen mit anderen Kindern, Umwelterfahrungen, die Kinder spielerisch auf dem Baui machen und viele Gelegenheiten, sich kreativ zu beschäftigen, sind wichtige Bildungsbausteine und für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung.

Wir haben Eltern befragt, deren Kinder zu den Stammbesuchern gehörten, was sie an der Form dieses Angebotes schätzten. In erster Linie finden sie es nach wie vor toll, dass ihre Kinder auf dem Baui ihre Bedürfnisse nach Abenteuer und Freiheit – sprich das selbständige Entscheiden, was und mit wem man spielt – befriedigen konnten, und die Eltern trotzdem wussten, dass immer Ansprechpartner für ihre Kinder da waren. Handwerkliche Erfahrungen und die Möglichkeit, sich auszuprobieren und auch mal an Grenzen zu gehen wurde als Besonderheit genannt. Die pädagogische Betreuung und der Kontakt zu den BetreuerInnen war ihnen wichtig.

Wenn wir die neuen, kleinen Kinder fragen, was ihnen ohne groß nachzudenken besonders gefällt auf dem Baui, sagen sie: die Matte zum Springen und Catchen, Tischtennis spielen, die Höhle (Verkleiden und Rollenspiele im Bauiwohnzimmer), Trommeln und am liebsten jeden Tag vorgelesen bekommen. Bewegung, Spielen und Zuwendung also.

Das Betreuerteam wird mit den neuen Kindern den Spielplatz bebauen und dafür sorgen, dass auch diese Generation wieder einen positiven Einstieg zur Identifikation mit der Einrichtung entwickeln kann.

Wir haben im vergangenen Jahr schon begonnen, mit den Kindern Ausflüge in die Innenstadt zu unternehmen und stellten dabei fest, dass auch hier ein großer Bedarf besteht. Deshalb haben wir in der Jahresplanung für 2008 einige Ausflüge vorbereitet, die unseren Kleinen Nürnberg und Umgebung etwas erschließt.
Auch ein Kunstprojekt soll Ende des Jahres wieder zum gestalterischen Erlebnis für die Kinder werden. Mal sehen …..!

Last but not least! Der Trägerverein des Bauspielplatz Langwasser und das Betreuerteam gratulieren den Machern des Langwasser Kuriers sehr herzlich zum 50-jährigen Erscheinen des Kuriers. Was für eine Leistung! Wir ziehen den Hut. Und wir bedanken uns von Herzen für die Möglichkeit, den Kurier als Medium im Stadtteil nutzen zu dürfen! Und das immer mit so viel Entgegenkommen von Seiten der Verantwortlichen des Bürgervereins. Alles Gute weiterhin für die Arbeit am Langwasser Kurier.

Mit vielen Grüßen an die LeserInnen.

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe Dezember 2007

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Der Sommer 2007 war sehr ereignisreich und stand in vielerlei Hinsicht unter dem Motto „Grimms Märchen“. Im Rahmen unseres Vorleseprojektes zur Sprachförderung von Kindern haben wir schon seit einigen Jahren das Essen am Donnerstag und das tägliche Mittagessen in den Ferien mit einbezogen. Vor jeder Mahlzeit wird eine kurze Geschichte vorgelesen.

Auch für den „Sommernachtstraum“ (das Familienfest der Nürnberger Bau-, Abenteuer- und Aktivspielplätze) hatten wir uns die Märchen als Thema für unsere Wortwerkstatt ausgesucht. Aber das Wetter wollte es anders. Innerhalb einer halben Stunde stand der Festplatz unter Wasser und die Zelte, Spiel- und Essensstände waren weggeweht – und damit das Familienfest vorbei.

LW-Kurier-2007-DezWesentlich freundlicher waren die Temperaturen beim diesjährigen Kirchweihumzug. Mit neu gestalteten Umzugswagen – „einfach toll bemalt mit den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde durch Joachim Ueberall“, so der Vorsitzende – konnte der Baui die Zuschauer begeistern.

Noch mehr Glück mit dem Wetter hatten wir am 14. September – da feierten die Kinder, Eltern und Freunde des Bauspielplatzes zusammen mit dem Verein und dem Betreuerteam das diesjährige Bauifest. Dies war auch der erste größere Einsatz unserer neuen Kollegin, sie stellt sich hier kurz selbst vor:

MA-Sabine

Hallo liebe Eltern und Kinder! Ich heiße Sabine Ittner und bin 21 Jahre alt. Mit meinem jüngeren Bruder bin ich in Haidt bei Markt Erlbach (Landkreis Neustadt an der Aisch) auf unserem Bauernhof aufgewachsen. Ein echtes Landei sozusagen!
Seit September wohne ich in Nürnberg, wo sich auch mein neuer Arbeitsplatz befindet. Auf dem Baui werde ich das letzte Jahr (Anerkennungsjahr) meiner Erzieherausbildung absolvieren. Innerhalb verschiedener Praktikas konnte ich mir einen Einblick in die Arbeit von Kindergärten, Kinderhäusern der Lebenshilfe und Aktivspielplätzen verschaffen. Da ich ja vom Land komme, empfinde ich es als große Bereicherung für den Stadtteil Langwasser, einen pädagogisch betreuten Spielplatz zu haben, auf dem die Kinder Natur- und Sozialerfahrungen machen können.

Ich freue mich auf ein Kennenlernen.

Letzte Infos: Wir haben eine Saison mit der Weihnachtswerkstatt pausiert, aber dieses Jahr verbringen wir die kalten dunklen Wintertage wieder in unserer heimelig-beheizten Werkstatt und basteln an Weihnachtsgeschenken.

Das Vorleseprojekt wird auch in diesem Jahr wieder stattfinden und im November starten. Wir laden alle Kinder herzlich dazu ein! An welchen Tagen das Vorlesen und die Weihnachtswerkstatt wieder beginnen, wird noch bekannt gegeben. Wir freuen uns schon jetzt darauf. Bis bald!

Wir wünschen allen eine frohe Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr.

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Joachim Ueberall, Spielplatzmitarbeiter


Ausgabe August 2007

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Mit den Osterferien sind der Frühling und dann auch gleich die Hitze hereingebrochen. Die Wärme hat bei den Kindern einen wahren Bau-Boom ausgelöst. Alte und wackelige Hütten wurden abgebaut und auseinander genommen und an den selben Stellen sind neue und höhere Häuser entstanden. Die zwei neueingerichteten Gästehütten wurden in den Ferien von zahlreichen Hortgruppen, die den Spielplatz besuchten, mehrmals umgebaut. Die Kinder schaffen es, dass der Baubereich lebt und ständig sein Gesicht verändert – wunderbar.

Auch der Baui-Garten hat sein Gesicht verändert. Es wurde auch Zeit, denn der Garten ist leider schon seit längerem das Stiefkind des Bauspielplatzes und im letzten Jahr lag er dann (zum Erholen…) ganz brach. Durch Herrn Reichert und Herrn Gerstemann vom Zentrum Aktiver Bürger und der fleißigen Unterstützung unserer Baui-Kinder wurden zwei neue Hochbeete und eine gemauerte Kräuterschnecke fertig gestellt. Die Kräuter, Radieschen und Salatköpfe können nun sprießen. Damit man sich in Zukunft im Garten entspannen kann, bauen die Kinder zusammen mit Marius – unserem Praktikanten – Holzbänke und einen Tisch aus Baumstämmen für die Gartenlaube.

Nun noch einige Ankündigungen von Baui-Terminen für den Sommer:

Am 12. August beteiligt sich der Bauspielplatz wieder am Langwasser Kirchweihumzug. Eine Aufgabe in der nächsten Zeit wird es sein, die Umzugswägen neu herauszuputzen.

Ab dem 20. August fahren wir mit Baui-Kindern an die Ostsee. Dort stehen Erholung, das Meer und hoffentlich die Sonne im Vordergrund. Während der Ferienfahrt hat der Spielplatz geschlossen und macht seine Tore ab 3. September wieder auf. Und zum Schluss das Bauifest 2007: In diesem Jahr feiern wir unser Fest nach den Sommerferien, am Freitag, dem 14. September, ab 16.00 Uhr. Natürlich werden wir wieder für das leibliche Wohl mit Essen und Trinken sorgen.

Mit diesen Plänen im Sinn, wünschen wir allen einen schönen Sommer.

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Joachim Ueberall, Spielplatzmitarbeiter


Ausgabe März 2007

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Das Gute an Vernetzungen ist mitunter, dass eine gemeinnützige Einrichtung, wie der BAUI richtig toll von dem Austausch, der in den Stadtteil-Arbeitskreisen stattfindet, profitieren kann. So geschehen mit der Information in einer Sitzung im vergangenen Jahr, die das Zentrum Aktiver Bürger betraf. Genauer gesagt, ging es dabei um das Handwerkerprojekt, das 2006 im Anlaufen war. Wir haben mit den Mitarbeitern und ehrenamtlich Tätigen nur positive Erfahrungen gemacht; sie haben uns bei Renovierungsarbeiten so toll unterstützt und haben sich so wunderbar problemlos mit den Spielplatzgegebenheiten arrangiert, dass es eine reine Freude war und hoffentlich immer bleibt, wenn wir Bedarf an größeren und kleineren Renovierungsarbeiten haben. Wir wünschen dem Handwerkerprojekt – nicht nur aus Eigeninteresse – noch eine lange und gute Zeit; wir bedanken uns speziell bei Frau Zimmer und Herrn Reichert.

Aber es wurde natürlich nicht „nur“ renoviert. Die närrische Zeit hat auch den BAUI nicht verschont. Das berühmt-berüchtigte Chaosorchester hat seine Proben wieder aufgenommen und sich für den Kinderfaschingszug in der Innenstadt am Rosenmontag vorbereitet. Die Trommlergruppe setzte sich aus einer weitgespannten Altersgruppe zusammen (von 5 bis ca. 60 Jahren). Das Orchester war eine bunte Mischung aus „alten Hasen“ und neuen Kindern und Erwachsenen. Dementsprechend umfasste das Programm unterschiedliche Schwierigkeitsbereiche. Aber mit viel Übung und dem Mut zum Chaos, das dem Orchester seinen Namen gegeben hat, bekamen die Stücke ihren mitreißenden Rhythmus. Die Kinder waren selbstverständlich die wichtigsten Teilnehmer – um das klarzustellen.

Beim Rosenmontagsumzug – an dem uns auch Eltern und Vereinsmitglieder unterstützten -hielten wir uns, zusammen mit dem Spielmobil Ratz und den Aktivspielplätzen Gostenhof und Grünewaldstraße, an unser gemeinsames Motto: Kinderlärm ist Zukunftsmusik…

Um die sportliche Betätigung der Spielplatzkinder (und auch der dazu befähigten Erwachsenen) zu fördern, hat unser Verein im letzten Herbst endlich seine lang ersehnte Außentischtennisplatte angeschafft. Es musste vorher der alte Notcontainer entsorgt werden, damit die Tischtennisplatte auch einen guten Platz bekommen konnte. Eine wirkliche Bereicherung auf dem Spielplatzgelände, die von allen sehr gut angenommen wird.

Und noch eins zum Schluss: Auch in dieser Wintersaison findet unser Vorleseprojekt wieder statt. Zum dritten Mal. Und wir möchten uns bei unseren ehrenamtlichen Leserinnen herzlichst bedanken. Die Kinder und viele der Mütter (die den BAUI übrigens mit unterstützen, wenn alle Stricke reißen und die Räume aus den Nähten platzen) wissen dieses Bildungsangebot sehr zu schätzen. Unsere kleine Bibliothek wird inzwischen von den Besuchern angenommen, und Bücher haben schon lange nichts „Bedrohliches“ mehr für die Bauikinder. Das ist wahrlich als Erfolg zu verbuchen. Auf dem BAUI lernen Kinder spielend – das ist es.

Öffnungszeiten: Mo -Fr 13:00 bis 17:30 Uhr; in den Ferien 11:00 bis 17:00 Uhr. Wir freuen uns auf Euren/lhren Besuch.

Lorenz Gradl, Vorsitzender · und Baui-Team (Inge Trepte & Joachim Ueberall)


Ausgabe Dezember 2006

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Der Bauspielplatz Langwasser befindet sich im Norden unseres Stadtteils und ist seit 1973 ein fester Bestandteil für Kinder und Eltern, die ihn kennen. Wir möchten uns heute einmal an die Familien wenden, die vielleicht noch nicht sehr lange hier wohnen und deshalb noch nichts von diesem Angebot gehört haben. Und selbstverständlich möchten wir auch alle anderen Kinder und Eltern auf´s Neue einladen, den pädagogisch betreuten Spielplatz in der Zugspitzstraße zu besuchen.

Die Öffnungszeiten des sind in der Schulzeit von 13:00 Uhr bis 17:30 Uhr und während der Ferien von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr immer von Montag bis Freitag. Die Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren sind als Kerngruppe angesprochen, die offenen Angebote kostenlos zu nutzen und an den unterschiedlichen Projekten teilzunehmen. Und auch jüngere Kinder, (die mit ihren Eltern und auch Großeltern immer wieder gerne kommen,) können in das Spielplatzgeschehen relativ problemlos einbezogen werden. Es sind auch ein paar ältere Kinder auf dem Baui, die die Angebote vom Hüttenbau bis gemeinsam kochen und essen, gerne annehmen. Jüngere Kinder lernen von den „Großen“ ; und die Älteren sind auch gerne mal in der „Lehrerposition“.

Sie fragen sich, was die Kinder auf dem Bauspielplatz tun? Sie lernen über ihr Spielen den Umgang mit anderen Kindern, mit Regeln, mit Kulturtechniken, mit Sprache, mit Werkzeug, mit Feuer, mit Farben; sie sind an der frischen Luft, sie haben viel Bewegung und dürfen Dinge tun, die in den Wohnungen und Grünanlagen unseres Stadtteils nicht gut ankommen würden: nämlich laut sein und schmutzig werden, buddeln, mit Wasser matschen und im Winter Schnee im Feuer schmelzen.

Sie fragen sich: Ist das denn gut für Kinder und nicht zu gefährlich und sollten sie nicht lieber brav daheim sein und fernsehen oder Computerspiele machen? Wir glauben, Sie können sich diese Fragen leicht selber beantworten, wenn Sie sich an die eigene Kindheit erinnern ……… Wir lernen vor allem über selbstbestimmtes Experimentieren; über eigene Erfahrungen und Erlebnisse. Kinder müssen die Chance haben, ihre Energien in die Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten zu investieren. Und dazu gibt es solche Einrichtungen, wie den Baui.

Die Kinder sind auf dem Spielplatz nicht allein gelassen (aber werden auch nicht ständig unter Aufsicht gestellt!), denn es sind vom Jugendamt der Stadt Nürnberg 2 hauptamtliche Fachkräfte für den Betrieb des Spielplatzes angestellt. Sie arbeiten für die Elterninitiative, die die Trägerschaft des Spielplatzes inne hat. Die Vorstandschaft, einzelne Mitglieder des Trägervereins und in Freundschaft verbundene Mitbürger engagieren sich von Anbeginn an ehrenamtlich für die Kinder (und damit auch für deren Familien) unseres Stadtteils. Sie kümmern sich zum einen um die Verwaltung des Vereins und des Spielplatzbetriebes, zum anderen investieren sie Zeit zum Beispiel in unserem Vorleseprojekt, das seit zwei Jahren in den Wintermonaten als Mittwochnachmittags-Angebot besteht, so dass auch in Zukunft der Bauspielplatz ein Lernfeld für unsere Kinder bleiben kann.

Der Baui ist auch Ausbildungsstätte für angehende Erzieher/innen, wie unseren diesjährigen Praktikanten Marius Redel:

MA-Marius

„Hi, ich bin Marius, der neue Vorpraktikant auf dem Bauspielplatz Langwasser. Ich begleite und unterstütze das schon lange bestehende Team „inge & jo“ für ein Jahr bis zum 31. August 2007. Ich mache meine Erzieherausbildung an der Evangelischen Fachakademie für Sozialpädagogik; im Vorpraktikum habe ich regelmäßig Unterricht in Ergänzung zu der Praxis auf dem Baui.“

Wir bedanken uns für Ihr Interesse, wünschen Ihnen eine angenehme Advents- und Weihnachtszeit mit Ihren Familien und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe August 2006

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Kunstprojekte mit Kindern haben auf dem Bauspielplatz Tradition. Nach unserer Ausstellung „schau net so blöd“ im Jahr ´98 haben wir immer wieder „Kunst mit Kindern“ gemacht, viele gelungene Projekte mit anderen Einrichtungen und vor allem mit Nürnberger Künstlern zusammen.

Mit diesen Kunstaktion wurde ein (mit Unterbrechungen) nun acht Jahre bestehenden Schwerpunkt in unserer Spielplatzarbeit gesetzt. Kunstprojekte wurden zu Inhalten Ferienfahrten und des Offenen-Tür-Betriebes.

Unterstützt wurden wir in den Jahren immer wieder durch Künstler, wie Ludwig Aschenbrenner, Reiner Zitta, Stefan Burger, Jürgen Ritter und Harald Trepte die den Kindern und Betreuern Einführungskurse in die verschiedensten Techniken gaben. Zum Beispiel Portraitmalerei, Experimente mit Farben und Farbtheorie und plastisches Gestalten.

Auch öffentliche Vernissagen und Ausstellungen waren immer feste Projektbestandteile. Im Jahr 2001 waren wir bereits mit der Ausstellung „Sammler und Jäger“ im Gemeinschaftshaus Langwasser vertreten.

2006 wollen wir, mit Unterstützung von Künstlern, an die erfolgreichen Aktionen anschließen und wieder ein Projekt mit den Bauikindern durchführen. In diesem Kunstprojekt setzen wir uns thematisch mit Begriffen wie „Perspektive“, „Räumlichkeit“ und „Plastizität“ auseinandersetzen und probieren neue Gestaltungs- und Maltechniken aus.

Das Motto ist Dreidimensionale Welten.

Die intensive Arbeitsphase wird in den Monaten Oktober und November 2006 stattfinden. In diesem Zeitraum wird vor allem das Atelier im Keller des Spielhauses zum werkeln, ausprobieren, zur Inspiration und zur Fertigstellung der Kunstwerke genutzt.

Unterstützung finden die Kinder durch das Betreuerteam sowie die Nürnberger Künstler Jürgen Ritter und Arthur Wazansky. Mit Hilfe von speziellen Brillen, die uns von der Grafikfirma Perspektrum zur Verfügung gestellt werden, können wir zweidimensional gemalte Bilder in „dreidimensionale“ verwandeln. Es wird also spannend und interessant.

Finanziell unterstützt werden wir durch die AG KunstForum (durch den Erlös einer Bilderversteigerung), die im Gemeinschaftshaus Langwasser beheimatet ist, und durch das Tanz-Atelier von Danielle Haas.

Wir wollen ernstzunehmende Kunstwerke mit Kindern erarbeiten. Die Kinder sollten in die Lage kommen, kritisch mit sich und den anderen umzugehen, ohne dabei überfordert oder frustriert zu sein. Die Lust an der Schaffensfreude soll dabei nicht zu kurz kommen. Die Teilnahme an dem Kunstprojekt ist kostenlos und alle Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren kann mitmachen. Ihr müsst also keine Baui-Stammkinder sein.

Am Ende des Projektes steht eine öffentliche Vernissage, die am 08.12 2006 im Gemeinschaftshaus Langwasser statt finden wird und zu der wir Interessierten einladen möchten. Die Werke werden käuflich zu erwerben sein, der Erlös geht wie üblich zu Gunsten des Baui. Die Ausstellung hängt voraussichtlich bis zum 31.01.2007 im kleinen Saal.

Über rege Teilnahme freut sich das Betreuerteam und Vorstandschaft vom Baui

Liebe Kinder: In den Sommerferien hat der Baui wieder von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet und wir kochen jeden Tag mit Euch.

Joachim Ueberall, Erzieher vom Bauispielplatz Langwasser


Ausgabe April 2006

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Nun gut: wirklich neu ist das nicht, wenn wir hier von den Vorzügen des Bauspielplatzes in der Zugspitzstraße in Langwasser-Nord erzählen. Aber wir sehen immer wieder die Notwendigkeit, Eltern darüber zu informieren, was der BAUI eigentlich ist und warum Kinder dort spielen sollten. Viele Eltern halten den Spielplatz für zu gefährlich für ihre Sprösslinge und vergessen dabei, dass Gefahren immer und überall lauern und nur solche Kinder, die lernen dürfen, mit Gefahren umzugehen, Chancen haben, diese rechtzeitig zu erkennen und sich zu schützen. Das beste Lernfeld ist zum einen die eigene Erfahrung und zum anderen das Gruppenerlebnis; Kinder lernen ganz viel auch von anderen Kindern. Und Eltern, Erzieher und Lehrer tun gut daran, Kindern diese lebenswichtigen Erfahrungen zu ermöglichen.

Den Verein, sprich die Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser und das Lernfeld Bauspielplatz gibt es seit 1972. Eltern, die Befürchtungen haben, ihre Kinder am Nachmittag und in der Ferienzeit zu uns zu schicken, sollten wissen, dass der BAUI ein pädagogisch betreuter Spielplatz ist. Ein festes Betreuerteam sorgt für das pädagogische Konzept, das Kinder in ihrer Entwicklung vielseitig fördert. Die zwei Betreuer Inge Trepte und Joachim Ueberall sind Ansprechpartner für Kinder und auch für Eltern. Auch der Vereinsvorstand steht Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung und freut sich, wenn Sie sich für Vereinsbelange interessieren.

Fragen Sie doch mal andere Eltern, die selbst als Kinder auf dem BAUI „gelebt“ haben. Diese werden Ihnen bestätigen, wie gut es für sie war, dass sie diese Spielmöglichkeiten nutzen konnten. Viele Mütter und Väter, die das Gelände des Spielplatzes schon mal betreten haben, um sich womöglich bei einer Tasse Kaffee selbst ein Bild zu machen, schicken ihre Kinder mit gutem Gefühl zum Spielen hierher.

Wir freuen uns jedenfalls auf Sie und ihre Kinder. Also: weg von der Glotze, weg von dem PC und allen sitzenden und liegenden Tätigkeiten! Kinder brauchen Bewegung und frische Luft, sonst klappt das mit dem Lernen in keinem Fall.

Hier noch ein paar Termine zum Vormerken: am 22./23. April 2006 ist der BAUI Subzentrum für die Spielaktion „Nürnberg spielt“ mit ganz vielen Kooperationspartnern aus Langwasser! (siehe Seite 38) Das B a u i f e s t findet in diesem Jahr am 24. Mai statt; das ist der Mittwoch vor Himmelfahrt.

Bis dahin wünschen wir eine gute Zeit

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin

LW-Kurier-2006-AprilBitte lassen Sie uns noch einen besonderen Dank an Frau Vetter vom Haus der Heimat und an unseren Vorsitzenden Lorenz Gradl richten. Hier sieht man sie als intergalaktisches Faschingsprinzenpaar beim gemeinsamen Fasching des GEIZA und des BAUI in Kooperation mit dein Gemeinschaftshaus, dem Haus der Heimat und dem Kinderkulturforum UFO am 17. Februar. Die beiden haben den Besuchern und uns viel Spaß bereitet.

Das Betreuerteam des BAUI


Ausgabe Dezember 2005

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Der Sommer 2005 war sehr ereignisreich und stand in vielerlei Hinsicht unter dem Stern von Shakespeares Theaterstück „Ein Sommer-nachtstraum“. Im Rahmen unseres Leseprojektes zur Sprachförderung von Kindern, hatten wir verschiedene Spielangebote für die diversen Feste vorbereitet. Am Brunnenhoffest konnten die beteiligten Kinder die Sprache Shakespeares in Verbindung mit einer lustigen Modenschau zum Besten geben. Den Höhepunkt des Projekts, aus spielerischer Sicht, stellte die aufs Minimum gekürzte Version von „Ein Sommernachtstraum“ während des großen gleichnamigen Familienfestes am Wasserspielplatz in Wöhrd dar.

Übrigens: Das Vorlesen findet – wie im vergangenen Jahr – immer Mittwoch nachmittags zwischen 16.00 und 17.00 Uhr statt bis zu den Osterferien 2006. Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren können die liebevolle Zuwendung von unseren ehrenamtlichen Vorlesern und Vorleserinnen genießen und dabei gute Kinderbücher kennen lernen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig und das Angebot ist kostenlos.

An dieser Stelle möchte sich unsere neue Jahrespraktikantin vorstellen:

LW-Kurier-2005-Dez-Maria

Hallo liebe Kinder und Eltern! Mein Name ist Maria Reithofer. Ich bin 23 Jahre jung und zusammen mit meinen fünf Geschwistern in Dürrwangen, Landkreis Ansbach, aufgewachsen. Schon damals wollte ich Erzieherin werden; doch auf Grund der schlechten Arbeitsbedingungen lernte ich zunächst Hotelfachfrau. Mittlerweile befinde ich mich im letzten Jahr der Erzieherausbildung und arbeite seit September für ein Jahr als Erzieherin im Anerkennungsjahr auf dem Baui.

Im Rahmen verschiedener Praktika bekam ich Einblick in Krabbelstuben, Kindergärten und Jugendheime. Die offene Arbeit mit Kindern auf dem Bauspielplatz ist somit eine völlig neue Erfahrung für mich. Die breitgefächerten Spiel- und Lernmöglichkeiten bieten den Kindern neben sozialen Erfahrungen vor allem Bewegung und handwerklich-kreatives Tätigsein, was einen notwendigen Ausgleich im Alltag der Kinder bedeutet. Ich freue mich darauf, euch und Sie kennen zu lernen.

Zukünftiges in aller Kürze: Die Weihnachtswerkstatt ist in vollem Gange! Alle Kinder, die Geschenke herstellen wollen, sind willkommen (kleiner Unkostenbeitrag nötig).

Der Fasching wird wild: Am 12.02.2006 beteiligen wir uns am Kinderfasching des Bürgervereins; am 17.02. (auch im Gemeinschaftshaus Langwasser) geht´s mit dem Geiza zusammen auf die intergalaktische Reise zu fernen Sternen (hinterm Mond gleich links); und nicht zu vergessen ist der Kinderfaschingszug am 27.02., den wir aller Voraussicht nach wieder mit unserem berühmt-berüchtigten Chaos-Orchester begleiten werden. Dazu muss vorher fleißig geübt werden; also los, ihr Trommler und solche, die es werden wollen: auf dem Baui könnt ihr tolle Sachen lernen. Wir freuen uns auf euch. Eine friedliche Winterszeit wünschen

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe August 2005

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Dass Bauikinder fleißige und engagierte Kinder sind, weiß man in Langwasser ja bereits; dass sie sich auch für (Nürnberger) Geschichte interessieren, könnte vielleicht neu sein. Das Jahr des Erinnerns „60 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges“ war auch für uns ein Thema. Wir fuhren mit einer Gruppe von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren, eine Mutter und ein ehemaliges Bauimädchen begleiteten uns, in die Innenstadt. Dort trafen wir unser Vereinsmitglied Gert Wagner, der uns von seiner Kindheit erzählte. Die Kinder bekamen Erlebnisse und Gegebenheiten aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren geschildert. Von Bombenangriffen und Lebensmittelkarten, von Kinderlandverschickung und Zerstörung unserer Stadt.
Bei vielen hinterließen die Fotos von zerbombten Häusern tiefe Eindrücke. Hier noch zwei Wünsche: Gert wünscht allen Kindern, dass sie keinen Krieg erleben müssen und er wünscht sich von Kindern, dass sie nicht Krieg spielen. Wir hoffen, dass wir einen kleinen Teil zum Geschichtsbewusstsein unserer Besucher beitragen konnten.

Nach dem Kirchweihumzug am 14. August, an dem wir uns wie jedes Jahr treffen – wir kommen mit Gauklerwagen und Traktor – fahren wir mit einer Kindergruppe an die Ostsee. Davon können die Kinder bestimmt wieder berichten.

Der Baui hat wegen der Ferienfahrt vom 15. bis einschließlich 23. August 2005 geschlossen.

Ansonsten freuen wir uns auf die Kinder und Eltern, Horte und Kindergärten, die den Baui während der Ferienzeit nutzen. Wir sind montags bis freitags von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr da. Außer, wenn wir mal einen Ausflug machen.

Und wer es nicht schafft in dieser Zeit den Baui mal zu besuchen, kann das am Sonntag, 16. Oktober 2005 zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr nachholen. Da ist „Kinderquatsch und Kaffeeklatsch“ im Rahmen der offenen Tür der Stadt Nürnberg auf dem Baui geboten.

Also, wir sehen uns auf dem Bauspielplatz Langwasser, in der Zugspitzstraße 181, Telefon 86 35 00. Im Internet findet man uns unter: www.bauspielplatz.de

Eine gute Zeit wünschen: Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe März 2005

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser
Vorleseprojekt in vollem Gange

Nachdem wir im Langwasser-Kurier über unser Vorhaben berichtet haben, müssen wir nun mal erzählen, was erreicht wurde. Dabei bitten wir die Mitbürger/innen, die ihr Interesse als Vorleser/in angemeldet haben und noch nicht dabei sind, nicht böse zu sein: Unsere Platzkapazität der zumutbaren Vorlesestätten im Winter reicht leider nicht aus, um mehr als vier Vorleser/innen gleichzeitig sinnvoll wirken zu lassen.

Die ehrenamtlichen Vorleser/innen, die jetzt unsere pädagogische Arbeit unterstützen, hatten wir schon lange im Vorfeld angefragt. Es sind dies: Gert Wagner, einer der Mitbegründer des LW-Kurier-2005-Maerz Bauspielplatzes und damals 1. Vorsitzender der Elterninitiative, Monika Ueberall, Mutter des Baui-Mitarbeiters Joachim Ueberall, Heidi Schultz, Freundin des Baui und Ehefrau des bekannten Nürnberger Musikers Ernst Schultz (auch ein Freund und Begleiter des Baui). Auch Ingrid Förther und Petra Maly sind als prominente Persönlichkeiten unserer Stadt dabei. Ihnen allen gebührt unser Dank. Wir – und vor allem die Baui-Kinder – freuen uns jedes Mal, wenn sie kommen.

Wir starteten in Anlehnung an die Kampagne „Deutschland liest vor“, die die Schirmherrin Doris Schröder-Köpf begleitet, mit Vorgesprächen im Kreise des Betreuerteams und der ehrenamtlichen Vorleser/innen. Die Kampagne startete vor einiger Zeit in Berliner Kinder- und Jugendbibliotheken, und wir konnten aus dem Buch zur Kampagne „Abenteuer Vorlesen“, herausgegeben von Cem Özdemir, vor dem Start mit Kindern auch wertvolle Tipps und Erfahrungen der dortigen Initiativen nutzen. Wir wollen Kinder an Bücher heranführen; wir wollen ihre Konzentrationsfähigkeit spielerisch und liebevoll stärken, wir wollen uns in Geduld üben und über Kontinuität selber Ausdauer und Durchhaltevermögen zeigen, auch wenn es nicht gleich klappen sollte. Wir beziehen Eltern als Multiplikatoren mit ein. Es gibt nach jedem Vorlesen gesunde Häppchen im Gemeinschaftsraum des Spielhauses und womöglich einen Austausch über die soeben genossene Literatur bzw. Zuwendung.

Wir planen, das erfolgreiche Projekt bis zu den Osterferien fortzuführen; dann wird vermutlich die Witterung dafür sorgen, dass die Kinder eher am Spielen auf dem Spielplatz (Hütten bauen, Feuer schüren etc.) interessiert sein werden – was so auch völlig in Ordnung ist! Wir werden sehen, wie die Kinder im Frühling und Sommer das Angebot nutzen möchten. Im Herbst wird es jedenfalls fortgeführt.

Hier noch zwei Termine: Das Baui-Fest findet am Freitag, 10. Juni 2005 statt. Die diesjährige Ferienfahrt geht Mitte August an die Ostsee. Zwölf Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren können mitfahren.

Wir wünschen allen Lesern eine gute Zeit.

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe Dezember 2004

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser
Mit dem Wetter hatten wir Glück am 17. September, da feierten die Kinder, Eltern und Freunde des Bauspielplatzes zusammen mit dem Verein und dem Betreuerteam das diesjährige kleine Bauifest. Mit den Gästen hatten wir auch ins Schwarze getroffen; alle waren gut gelaunt und unterhielten sich fröhlich. Was unsere Kinder wieder für ein tolles Trempel- und Spielprograrnm zusammen mit der neuen Jahrespraktikantin Ines durchgeführt hatten – einfach nicht zu schlagen!

Das ehrenamtliche Engagement, das die Vereinsmitglieder (speziell die Vorstandschaft) und einige Eltern von Bauikindern an den Tag legen, ist hier natürlich noch einmal zu würdigen. Nicht nur am Tag des Festes wird geschuftet, sondern schon Tage und Wochen vorher wird gemeinsam überlegt, was angeboten werden soll und wer für was zuständig ist. Und alles hat wunderbar geklappt. Danke!

Manchmal macht sich Anerkennung der Arbeit unseres Vereins und des Betreuerteams tatsächlich in barer Münze bemerkbar: Der Marktkauf veranstaltet seit einigen Jahren im Herbst einen family-day auf dem Jakobsplatz und verkauft dort einige Produkte zu höchst günstigen Preisen. Der Erlös aus dieser Veranstaltung kommt dann Initiativen und sozialen Einrichtungen, wie dem Trägerverein des Baui zu Gute. Wir möchten uns auch hier noch mal ganz herzlich für die Unterstützung bei der Regionalleitung des Marktkauf bedanken.

Wir würden uns über weitere Spender und Sponsoren freuen, die den Wert der Spielplatzarbeit für die Familien in unserem Stadtteil erkennen und unseren gemeinnützigen Verein zum Betrieb des Spielplatzes unterstützen möchten. Unser Vorsitzender Lorenz Gradl und die Spielplatzleiterin Inge Trepte informieren Sie gerne. Auch über unsere neugestaltete homepage: www.bauspielplatz.de kann sich jeder ein Bild vom Baui machen. Schauen Sie doch mal unter der neuen Adresse rein.

MA-Ines+Fabia

Unsere Erzieherin im Anerkennungsjahr stellt sich hier kurz selber vor: Ich heiße Ines Hirsch, bin 26 Jahre alt und seit Mitte September 2004 im Rahmen meiner Ausbildung zur Erzieherin ein ganzes Jahr lang auf dem Baui in Langwasser beschäftigt.

Der Baui ist für mich durch seine Vielfältigkeit, die offene und herzliche Atmosphäre eine besondere Praktikumsstelle. Hier gibt es Abenteuer, liebe Menschen, und viel Raum zum Ausprobieren für Groß und Klein.

Besonders gespannt bin ich auf das Vorleseprojekt, die Weihnachtswerkstatt, die Übernachtung und auf alles, was dieses Jahr noch so passieren wird. Eltern, die ihren Kindern was Gutes tun wollen, sollten sie unbedingt zum Baui schicken oder bringen! Bis bald!

Wir wünschen allen Lesern eine frohe Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr.

Lorenz Gradl (Vorsitzender)       Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe August 2004

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser
Während der Pfingstferien waren neun Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren, davon fünf Mädchen und vier Jungs, zusammen mit den Baui-Betreuern auf großer Fahrt. Das Fichtelgebirge mit seinen schönen Wäldern, mit den riesigen Granitfelsen und der sauerstoffreichen Luft war, wie schon vor zwei Jahren unser Ziel. Wir waren viel unterwegs, haben viele Dinge entdeckt und schöne Wanderungen gemacht, haben selber gekocht und es uns bei Spielen und Werkeln gut gehen lassen. Wir kennen die meisten Quellen, die dort entspringen, und wissen, wie ihr Wasser schmeckt.

Hier sind nun einige Auszüge aus dem Tagebuch, das die Kinder und Betreuer gemeinsam geschrieben haben:

1. Tag: Wir sind schon einmal richtig nass geworden. Da waren wir unterwegs, um Wanderstöcke zu suchen. Wir kamen trocken bis zur Weißenhaider Mühle – was nicht weit von unserer Alpenvereinshütte entfernt ist – aber dann hat es ziemlich arg geregnet. Tja.

2. Tag: Jo verknackst sich abends beim „Bannemann“ spielen seien rechten Fuß – es hätte auch auf dem rutschigen, matschigen, stolperwurzel-gefährlichen Weg zur Egerquelle passieren können – ist es aber nicht. Nach der Wanderung zur Egerquelle haben wir was gebaut: Flöße, Fichtelwichtel und Wanderstöcke geschnitzt.

3. Tag: Wir sind am Bauernhof gewesen, um den Schweinen unsere Essensreste (Vespersemmeln, die wir noch von der Herfahrt im Rucksack hatten) zu bringen. Dabei haben wir eine super Bauernhofführung bekommen. Kälber, Kätzchen, Kühe, Schweine und den Ziegenbock Olaf, Enten, Pferde, Hühner, Küken! Danach sind wir nach Weißenstadt gelaufen, haben Eis gegessen und haben eingekauft. Abends haben wir eine Lesenacht veranstaltet und haben Sterne durch das Teleskop von Junius gesehen.

4. Tag: Wir sind zum Waldstein hochgehechelt – hahaha, war echt schwer; Max hat ganz schön lange gebraucht; da hamma Brotzeit gmocht, sind zum Teufelstisch hochgeklettert, dann „Rotes Schloß“, dann Aussichtturm „Schüssele“ – die Aussicht war echt cool. Dann sind wir singend (Drö Chönösön möt döm Köntröböss…) zur Saalequelle. Saale- und Egerquelle sind doch fast dasselbe, nur die Saalequelle ist besser; über eine Stunde sind wir dort geblieben und haben einen Staudamm gebaut – übrigens ist das hier ein echtes Steinparadies. Ach ja: der Manuel hat heute eine Eidechse gefangen. Ohne große Anstrengung, aber er hat sie wieder in ihrem Zuhause freigelassen.

Später konnten wir beim Bach an der Weißenhaider Mühle die Flösse ausprobieren; aber Tamara nicht, weil die Küchendienst hatte! Aber morgen kriegt auch sie ihre Chance. Junius`Floß ist ihn abgehaun und dann ist er mit Schuh und Socke einfach im Bach hinterher und hat es wieder erwischt. Das hat irre ausgeschaut und Melissa P. (wir haben zwei Melissas dabei) ist beinahe ganz in den kalte Bach gefallen.

Ich (Tamara) bin heute nacht aus dem Bett gefallen. Das Bett ist 2m hoch. „Voll auf die Kniee“. Ich habe geweint. Ich habe „Anna“ gerufen. Sabrina hat gleich Inge geholt. Jetzt trage ich einen Verband; es ist zum Glück nicht mehr passiert.

5. Tag: Ruhetag! Wir haben wieder Boote fahren lassen und haben einen Damm gebaut. Durch den Damm konnten wir die Schiffe besser fahren lassen, doch die anderen dachten nicht, dass es mit einem Damm besser gehen würde.
Wir legen Dienste für den morgigen Putztag ein; jedes Kind trägt sich in eine Liste ein.

6. Tag: Heute Vormittag haben wir das ganze Haus von oben bis unten und von unten bis oben geputzt. Alle haben gut mitgeholfen. Wir sind zu unserer zweiten Unterkunft, dem Seehaus gewandert. Glück im Unglück, dass Jo mit dem Auto fahren musste und dass er unser Gepäck mitgenommen hat. Die Wanderung war sehr anstrengend – über den Schneeberg, dort steht das „Backöfele“, ein Aussichtsturm, von dem man über das ganze Fichtelgebirge blicken kann. Ein wackeliges Holzgestell, dass uns Gott sei dank alle aushält, ohne zu krachen. Weiter über den Nusshardt und wir kommen am Seehaus nach fast fünf Stunden an – und da fängt es an in Strömen zu regnen. Wir sitzen im Trockenen mit unserer Apfelschorle. Die Mädchen schlafen mit Cordula und Inge und die Jungen mit Jo im Matratzenlager; heute kochen wir nicht selber; aber wir lesen lange vor. Bei den Mädchen geht „Ronja Räubertochter“ weiter und bei den Jungs „Die Vorstadtkrokodile“.

7. Tag: Wir sind nach dem Frühstück zum Weißmainfelsen gewandert. (Jo kann wieder mit uns laufen, das ist gut.) Gleich um die Ecke war die Fichtelnaabquelle und auch die Weißmainquelle. Dort hatten wir genug Zeit zum Dämme bauen und spielen.
Nach dem Abendessen haben sich Inge, Melissa P. und Daryl aus dem Staub gemacht; irgendwann haben wir Melissa R., Anna, Junius, Sabrina, Manuel und Tamara dann Klopapierzettel mit Aufgaben gefunden und die Schnitzeljagd begann.

8. Tag: Es hat die ganze Nacht in Strömen geregnet und doch war nach dem Frühstück auf dem schönen Seehaus die Wetterlage nach unserem Geschmack, uff. Glück gehabt. Denn wir hatten wieder einen langen Abstieg vor uns. Jo hat das Gepäck gefahren, denn für ihn wäre das zu schwer gewesen: über den Nusshardt, zum Rudolfstein – dazwischen noch die Röslaquelle – und Brotzeit – und Aussichtsfelsen und dann endlich in Weißenstadt bei Inges Mutter in der Fichtelgebirgsvereinsstube bei Bratwürsten und Kraut und Kümmelstollen … und noch ein Eis.

Und dann nach hause in die Wanne und alle Geschichten erzählen oder auch nicht. Wir fahren wieder zusammen weg – weil es uns gut gefallen hat.

Und wenn die interessierten Leser/innen mal Fotos von der Fahrt anschauen wollen oder uns auf dem Baui treffen wollen, dann wäre doch zum Beispiel der Freitag, 17. September der richtige Tag. Da ist nämlich ab 15.00 Uhr das diesjährige, kleine Bauifest, zu dem alle Freunde herzlich eingeladen sind. Vorher sehen wir uns noch auf der Langwasser Kirchweih. Wir kommen mit Traktor und Wagen, wie gehabt.

Wir wollen nicht vergessen, uns auch an dieser Stelle in großer Dankbarkeit und in immer währender Freundschaft von dem unvergesslichen Bauspielplatzleiter Erwin Götz zu verabschieden. Er ist nach schwerer Krankheit am 9. Mai 2004 verstorben. Wir werden sein Andenken immer in Ehren halten.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine gute Zeit.

Lorenz Gradl (Vorsitzender)     Inge Trepte (Spielplatzleiterin)


Ausgabe April 2004

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser
Im letzten Jahr haben die Betreuer/innen des Baui mit einer großen Anzahl von Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 15 Jahren ein Spiel-Spaß-Sing-Schmöker- Schnippelbuch gestaltet. Damit sollte den Kindern Spaß am Formulieren, Schreiben und Lesen von eigenen Texten vermittelt werden. Die Kinder sollten ein sehenswertes Ergebnis in den Hände halten können.

Das Buch gibt es also – es kann auch für 5.- Euro auf dem Baui gekauft werden – und es ist ein schönes, nicht alltägliches Geschenk für Grundschüler. Und die Baui-Kinder sind natürlich stolz darauf. Die Betreuer/innen sehen mit dem fertigen Buch aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, was das Fördern der Leselust von Kindern betrifft. Lesen ist eine sehr erquickliche Beschäftigung und macht klug – so man tatsächlich Bücher mit dem Prädikat wertvoll in und an die Hand bekommt.

Nun gibt es eine Kampagne „Deutschland liest vor“ (die Schirmherrin ist Doris Schröder-Köpf) und der Baui wird in Kooperation mit anderen Einrichtungen aus dem Stadtteil daran teilnehmen. Das Betreuerteam vom Baui braucht dabei tatkräftige Unterstützung und sucht deshalb zuverlässige, geduldige, liebevolle und engagierte ehrenamtliche Vorleser/innen, die einmal pro Woche kleinen Gruppen von Kindern gute Kinderbücher vorlesen. Wie das organisatorisch und inhaltlich ablaufen soll, wird in Vorbereitungstreffen besprochen. Wer sich also schon immer am Lesen und Vorlesen erfreut hat, möge sich einen Ruck geben und sich beim Bauspielplatz melden.

Während der Osterferien haben wir jeden Werktag von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Wir kochen wieder leckere Sachen; jedes Kind, das bereit ist, vor dem Essen eine Arbeit zu erledigen, darf kostenlos mitessen.

Wir fahren dieses Jahr während der 2. Pfingstferienwoche vom 5. bis 12. Juni mit Baui-Kindern und solchen, die es werden wollen, wieder ins Fichtelgebirge. Wir werden selber kochen und viel Bewegung und Spaß haben. Interessierte Eltern können ihre Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren bei den Baui-Betreuern/innen anmelden.
Die Kinder benötigen in jedem Fall festes Schuhwerk, Schlafsack, Rucksack. In dieser Woche bleibt der Baui geschlossen.

Hier noch ein Termin, der zwar weit im Sommer liegt, aber für die nächste Kurierausgabe schon zu spät käme:
Das schönste aller Sommerfeste, an dem sich auch Eltern erfreuen können, der Sommernachtstraum, veranstaltet von allen Nürnberger Bau-, Abenteuer- und Aktivspielplätzen, den Spielmobilen und dem Jugendamt, findet am Freitag, 23. Juli 2004 statt. Der Veranstaltungsort ist wie üblich der Wasserspielplatz am Wöhrder See.

Wir wünschen allen Lesern und Leserinnen eine schöne Frühlingszeit.
        Lorenz Gradl, Vorsitzender der Elterninitiative – Inge Trepte, Spielplatzleiterin

LW-Kurier-2004-Apr-1

Fantastisch phantasievoll ging es zu bei der Faschingsparty des Bauis im Gemeinschaftshaus. Zusammen mit dem Geiza-Team bereisten die Baui-Betreuer/innen mit kosmisch-komischen Wesen, die doch zumeist von der Erde stammten, das Universum, um herauszufinden, wie auf anderen Planeten getanzt und gespielt wird.

Kleine Feier für Inge Trepte, seit 25 Jahren Erzieherin am Bauspielplatz
Inge Trepte, die jetzige Spielplatzleiterin, die als hauptamtliche Mitarbeiterin vom Jugendamt an den Trägerverein des Bauspielplatzes beurlaubt ist, arbeitet nunmehr seit 25 Jahren beim Baui. Die Elterninitiative überraschte Inge Trepte mit einer kleinen Jubiläumsfeier am Baui, am 20. Februar 2004, nach dem gelungenen Kinderfaschingsball im Gemeinschaftshaus. Es gratuliereten ihr zahlreiche ehemalige und jetzige Weggefährten und wünschten sich noch viele interessante und turbulente Jahre mit ihr am Bauspielplatz. Statt großer Reden gab es leckere Suppen, ein Buffet, reichlich Getränke und Zeit, sich an gemeinsame Zeiten zu erinnern. So war es kein Wunder, dass die Feier, trotz des anstrengenden Tages, erst um zwei Uhr nachts endete.


Ausgabe Dezember 2003

Baui-LogoNeues vom Bauspielplatz Langwasser
Viele Mitbürger, die den „Baui“ kennen, denken, dass er eine Einrichtung des Jugendamtes der Stadt Nürnberg sei. Dies ist aber nicht so. Die Stadt stellt zwar die hauptamtlichen Fachkräfte zum Betrieb des pädagogisch betreuten Spielplatzes LW-Kurier-2003-Dez-1und gibt einen Betriebskostenzuschuss. Träger der Einrichtung und somit Hauptverantwortlicher ist jedoch ein Verein (Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V.) der eine engagierte Vorstandschaft braucht, die die ehrenamtliche Verwaltung des Spielplatzes übernimmt, für die notwendigen Gelder sorgt (der Betriebskostenzuschuss der Stadt reichte bisher nie aus) und sich für gute Kontakte im Stadtteil Langwasser einsetzt.

Der Vorstand des Bauspielplatzes (Foto v.l.n.r.)
Rita Purucker, Astrid Bracke-Zotos (Revisorinnen), Thomas Wagner (2. Vorsitzender), Sonja De Mattia (Kassiererin), Philip Ganßer (Beisitzer), Heyke Feigl (Beisitzerin) und Lorenz Gradl (Vorsitzender)

Ein Rückblick auf unsere Jubiläumsfeier am 20. September 2003
30 Jahre Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser – das heißt auch dreißig Jahre pädagogische Arbeit und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen. Durch die Unterstützung einiger Nürnberger Aktivspielplätze, des Kinderhauses Maxfeld und der Spielmobile des Jugendamtes Nürnberg konnten wir bei der Jubiläumsfeier auf dem Baui ein richtig buntes Spielprogramm anbieten. Es wurden T-Shirts bedruckt, Hüte gebastelt und die Kinder konnten sich bemalen lassen. ´Ehemalige´ Kinder erweiterten mit Schnitzeljagden das Angebot. Der VfL trainierte mit Kindern auf dem Sportplatz, wie man richtig Fußball spielt und die DEVK drehte für uns am Glücksrad. Kinder der Flamence-Tanzgruppe „pequenio soleros“ und des Kinder- und Jugendhauses „Wiese 69“ gestalteten zusammen mit Baui-Kindern das Bühnenprogramm am Nachmittag. Abends sorgten die Akrobatikgruppe „Die blutigen Anfänger“ und „Jonny Glitzer und der blanke Neid“ für Unterhaltung und Musik. Nur das Große Engagement der Eltern unserer Baui-Kinder, der Freunde des Baui, der Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und Sponsoren ermöglichte uns die Durchführung dieses Festes.

Die große Anzahl der gut gelaunten Nachbarn, Eltern und Kinder, der ehemaligen Baui-Kinder, Vereinsmitglieder und Mitarbeiter ähnlicher Einrichtungen aus dem Stadtteil und dem ganzen Stadtgebiet, der Jugendamtsvertreter und Politiker zeigte, dass dieses Jubiläum auch zu einer Feier der gesamten offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurde und deren Wichtigkeit unterstrich. Im Gästebuch des Festtages war der häufigste Satz: Mach´ weiter so, Baui – auf die nächsten 30 Jahre… Daran werden wir uns halten!

Lorenz Gradl, Vorsitzender – Joachim Ueberall, Erzieher am Baui

LW-Kurier-2003-Dez-2a LW-Kurier-2003-Dez-2bEs war eine fröhliche und lustige Geburtstagsfeier zum 30-jährigen Bestehen des Bauspielplatzes. Auch das ehemalige „Baui-Kind“, unser Oberbürgermeister Ulrich Maly (auf dem Foto rechts) verfolgte mit seiner Falilie das unterhaltsame Bühnenprogramm der zahlreichen Kindergruppen mit besonderem Interesse.

Roswitha Neumann-Weber überbrachte die Grüße des Bürgervereins. Sie übergab der Elterninitiative neben einer Geldspende eine mehrdimensionale Wasserwaage, damit diese bei allen ihren Anstrengungen, die mit einem Aktivspielplatz verbunden sind, im inneren Gleichgewicht bleibt. – Wir wünschen der Elterninitiative und seinem Vorsitzenden, vor allem aber den Kindern, die den Aktivspielplatz besuchen, weiterhin eine gute Zeit, Glück und Erfolg bei allen Aktivitäten.


Übrigens hat die Elterninitiative zwei wundervolle Bücher veröffentlicht. Das eine ist eine Dokumentation für Erwachsene, das andere ein Spiel- und Bastelbuch für Kinder. Die Bücher kann man gegen eine kleine Schutzgebühr auf dem Baui erwerben. Schauen Sie doch mal vorbei!


Ausgabe August 2003

Baui-LogoWas bedeutet der „Baui“ für die Bürger Langwassers?
Dreißig Jahre Bauspielplatz Langwasser – das ist ein guter Grund für einen Rückblick auf die anerkennenswerte Arbeit dieser offenen Einrichtung für die Kinder unseres Stadtteils – auch für den Bürgerverein. Denn wie der damalige Vorstadtverein entstand auch der „Baui“ auf Initiative von Langwasserbewohnern, von couragierten Mitbürgern des Stadtteils. War es im ersten Fall eine Bürgerinitiative, der es Anfang der fünfziger Jahre um die Lösung der vielen Probleme in den ersten Siedlungen hier draußen vor den Toren der Stadt ging, war es im zweiten Fall eine Elterninitiative, die sich Anfang der siebziger Jahre für einen kindgerechten Spielplatz in den inzwischen entstandenen umfangreichen Wohngebieten einsetzte.

Als in den Nachkriegsjahren die ersten Siedlungen hier gebaut wurden, war das gesamte Langwassergelände ein weitläufiger Abenteuerspielplatz. Die Kinder und Jugendlichen der damaligen Zeit schwärmen heute noch gern von der „grenzenlosen Freiheit“ hier draußen. Als dann die Bebauung im großen Stil erfolgte und ein Wohngebiet nach dem anderen entstand, wurde dieser unbegrenzte „Spielplatz“ verplant und zugebaut. Hinzu kam, dass nun in den vielen Wohnblocks tausende von Kindern lebten – ohne ausreichende Spielmöglichkeiten.

Es war ein weiter Weg bis zur Einrichtung des ersten betreuten Aktivspielplatzes in Nürnberg. Es waren zahlreiche Vorurteile, Angste und Befürchtungen zu überwinden – sowohl bei den Nachbarn als auch bei den Eltern. Ein Spielplatz, an dem die Kinder Feuer machen, Hütten bauen, Tiere halten und wer weiß was sonst noch alles machen konnten – wie sollte das denn gut gehen?

Aber es ging gut. Inzwischen haben Generationen von Kindern hier einen Teil ihrer Jugend verbracht, haben dort viel für das Leben gelernt und erinnern sich immer wieder gern an diese Zeit, schwärmen von ihren Tätigkeiten, schlossen Freundschaften und loben ihre Betreuer, wobei der erste und langjährige Leiter Erwin Götz einen besonderen Platz einnimmt.

Der Bürgerverein hat in all den Jahren einen guten Kontakt zum Baui und seinen jeweiligen Führungsteams gepflegt, unterstützt die Einrichtung im Rahmen seiner Möglichkeiten und informiert im Langwasser-Kurier über die Veranstaltungen und Neuigkeiten auf dem Bauspielplatz. So soll es auch in Zukunft bleiben.

Wir wünschen dem Baui und seinen Betreuern, der Elterninitiative und seinem Vorsitzenden, vor allem aber den Kindern, die den Aktivspielplatz besuchen, eine gute Zeit, Glück und Erfolg bei allen Aktivitäten und Unternehmungen.


Ausgabe April 2003

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Als erstes möchten wir den verehrten Lesern des Langwasser-Kuriers unsere zwei neuen Jahrespraktikantinnen vorstellen:

LW-Kurier-2003-Apr-1Hallo, ich heiße Nagihan Salman, bin 20 Jahre jung, komme aus Lauf an der Pegnitz und erlerne den Beruf der Erzieherin. Mein zweites Erzieherpraktikum mache ich ein Jahr lang auf dem Bauspielplatz Langwasser. Die Dauer der Ausbildung ist 5 Jahre. Die Schule, die mich betreut, ist die Fachakademie für Sozialpädagogik in Altdorf.

Bei uns auf dem Baui können die Kinder die Natur erleben und erlernen, wie man an einer Feuerstelle Feuer macht und wie man mit dem entsprechenden Werkzeug und Material Hütten baut. Die Kinder können auch basteln, werkeln, spielen, kochen, singen u.v.m. Wir haben auch 10 Hühner, die täglich versorgt werden müssen. Jeden Mittwoch wird bei uns „internationale Folklore“ getanzt und jeden Donnerstag während der Schulzeit kochen wir mit den Kindern leckere Spezialitäten.
Mir macht es Spaß, mit den Baui-Kindern diese Angebote durchzuführen und zu arbeiten.

LW-Kurier-2003-Apr-2Mein Name ist Magdalena Lechner. Ich leiste das letzte Jahr meiner Erzieherausbildung am Bauspielplatz Langwasser ab. Der Baui bietet mir viele Möglichkeiten zu arbeiten und Kindern viel Raum, sich zu entfalten und Lebenspraktisches einzuüben und zu erlernen. Durch die Vielseitigkeit, Offenheit und dem pädagogisch fundierten Wissen meiner Mitarbeiter kann ich Gelerntes gut vertiefen und Neues dazulernen. Der Baui ist für mich, ohne zu übertreiben, ein „Glückskind“ – ich bin sehr froh, dieses Jahr hier arbeiten zu können.

Der Rest vom Team bilden Joachim Ueberall und Inge Trepte, die als hauptamtliche Mitarbeiter vom Jugendamt der Stadt Nürnberg an den Trägerverein des Bauspielplatzes beurlaubt sind. Alle zusammen, das Mitarbeiterteam und die Vorstandschaft des Baui, sind schon jetzt dicke an den Arbeiten dran, die ein 30-jähriges Jubiläum so mit sich bringen.

Wie vielleicht einige Leser noch wissen, existiert der pädagogisch betreute Spielplatz in der Zugspitzstraße seit Herbst 1973. Viele Generationen von Kindern haben hier einen Teil ihrer Kindheit und Jugend mit Wonne verbracht, manchmal zum Ärger der Eltern, wenn sie schmutzig und nach Rauch „stinkend“ nach Hause gekommen sind. Das Schöne ist, dass die Kinder heutzutage auch noch beim Bauen von eigenen Hütten, beim Feuerschüren und Wasserpantschen, beim Spielen und Streiten mit anderen Kindern für ihre gesamte Persönlichkeitsentwicklung wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten erlangen. Es ist leider immer noch nicht selbstverständlich, dass Erwachsene das Spiel der Kinder als wichtiges Lernfeld begreifen. So müssen und wollen wir auch nach dreißig Jahren Spielplatzerfahrung zusammen mit den anderen sechs Bau-, Abenteuer- und Aktivspielplätzen in Nürnberg immer wieder betonen:

Baui macht Kinder stark! Und das feiern wir am 20. September 2003 ab 14.00 Uhr, zusammen mit den Spielmobilen des Jugendamtes und den anderen pädagogisch betreuten Nürnberger Spielplätzen auf dem BAUI in der Zugspitzstraße 181. Es wird Essen und Trinken, ein gewohnt „extravagantes“ Bühnenprogramm und viele Spielangebote geben. Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, hat schon eine Festrede zugesagt und in den Abendstunden wird mit bester Musik aus den fünfziger und sechziger Jahren dafür sorgen, dass niemandem kalt wird.

Ehemalige Kinder, Eltern und PraktikantInnen sind ebenso herzlich eingeladen wie liebe Nachbarn und Freunde. Und auf das Fest freuen sich die Bauikinder, Eltern und Vereinsmitglieder.
Viele von ihnen werden mithelfen müssen, damit das Fest gelingt. Aber das klappt schließlich auch schon seit dreißig Jahren. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich. Ohne die Unterstützung von der Elternschaft und den vielen Vereinsmitgliedern, die seit Gründung der Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V. der jeweiligen Vorstandschaft und dem Betreuerteam zur Seite gestanden haben, wären die vielen kleinen Bauifeste, aber vor allem die großen Jubiläen nicht durchführbar gewesen.

Auch in diesem Jahr werden wir während der Schulferien täglich mit den Kindern kochen, wir werden Ausflüge unternehmen und mit den Kindern ein „Bauibuch zum Spielen und Lachen“ machen. Das kann man dann auf dem Bauifest auch kaufen. Unseren Garten werden wir mit Unterstützung unserer lieben Astrid noch schöner machen und unsere Hühner bleiben zur Freude aller, die sie immer fleißig besuchen kommen, fester Bestandteil auf dem Spielplatz.

Der Baui und seine Kinder werden auch vertreten sein am Brunnenhoffest (24.5.) und am großen gemeinsamen Kinderfest der Aktivspielplätze, dem Sommernachtstraum, das dieses Jahr am Freitag, den 18. Juli auf dem Wasserspielplatz am Wöhrder See von 16.00 bis 22.00 Uhr stattfindet.

So, nun wünschen wir allen Lesern eine gute Zeit!

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe Dezember 2002

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Im September 2002 fand im Rahmen der DoKUHmenta Nürnberg und unter der Schirmherrschaft der „First Lady von Nürnberg“, Frau Petra Maly, eine Kunstausstellung auf dem Baui statt. Wir hatten zusammen mit den Künstlern Reiner Zitta und Jürgen Ritter in wunderbaren Aktionen auf dem Baui große Kunstwerke hergestellt. Zum einen sind schwere Feuerbilder entstanden: Da wurden Paletten bestückt mit allerlei Fundstücken, die der Baui so bietet, und danach wurden diese Arbeiten mit Glut aus der Feuerstelle bedeckt; die Kinder verfolgten, wie immer mehr von dem Bild verbrannte und zu einem neuen Kunstwerk gedieh.

LW-Kurier-2002-DezLöschen, und das mit Gefühl und Blick für das Interessante, war der nächste Arbeitsschritt. Es machte sehr viel Spaß, vor allem, weil JüRi (Jürgen Ritter wird liebevoll so genannt) diesen Prozess so witzig und kompetent kommentierte. Er ist seit 33 Jahren Kunsterzieher am Neuen Gymnasium – und es gibt eben auch ganz tolle Lehrer – und er hat vor, mit SchülerInnen aus seinem Leistungskurs bei uns auf dem Baui ein Projekt durchzuführen, bei dem die SchülerInnen in Kooperation mit den Bauikindern arbeiten.

Zum anderen hat Reiner Zitta mit den Kindern den Spielplatz gestaltet und ist auf die Wünsche der Jungs eingegangen, mit ihnen „fliegende Flipper“ und „Super-Autos“ zu bauen, die mit Stolz auf den Dächern der Hütten präsentiert wurden. Höhepunkt war natürlich die Vernissage am 20. September mit den Original Nürnberger Kuhfladen, gebacken von Bauikindern und für alle Gäste zum Versuchen bereitgestellt. Auch in den Tagen nach der Ausstellungseröffnung waren noch Kunstinteressierte auf dem Spielplatz, um sich „den Platz als Kunstwerk“ anzusehen. Für die Bauikinder eine große Ehre! Danke schön.

Ein Blick in die Zukunft: Am 6. Dezember 2002 wird im Spielhaus des Bauspielplatzes dem ehemaligen Leiter des Baui, Erwin Götz, der Ferdinand-Drexler-Preis verliehen. Ab 19.00 Uhr findet der offizielle Teil des Abends statt. Die Mitglieder und das Betreuerteam des Bauspielplatzes gratulieren Erwin Götz von ganzem Herzen zu dieser Auszeichnung und freuen sich mit ihm.

Ab Mitte November können die Kinder in unserer Weihnachtswerkstatt gegen einen kleinen Unkostenbeitrag Geschenke für ihre Verwandtschaft basteln; alle sind dazu herzlich eingeladen.

Während der Weihnachtsferien ist der Baui vom 23.12.02 bis einschließlich 01.01.03 geschlossen. Am 2. und 3. Januar sind wir wieder für die Kinder da.

Wir wünschen allen Bürgern Langwassers ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.     Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe August 2002

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Für alle, die trotz des trüben Wetters zum diesjährigen Baui-Fest am 7. Juni kamen, war es ein schöner unterhaltsamer Nachmittag bzw. Abend. Regen haben wir zum Glück nicht abbekommen, und so konnten die ca. 120 Baui- und Besucherkinder ihren Jahrmarkt abhalten, den sie in der Woche zuvor so toll aufgebaut hatten. Zusammen mit den Tanzkindern der Gruppe „FloMiBies“, die in Altenfurt regelmäßig trainieren, stellten die Bauikinder innerhalb von nur wenigen Tagen ihr Auftrittsprogramm zusammen: alle haben sich gegenseitig unterstützt und so konnte unser „Talentschuppen der internationalen Bauistadt Bad Bauibergen“ vor Massen von Publikum (zumeist im zarten Kindesalter) starten. Aber auch die Eltern waren begeistert von ihren Sprösslingen, und so haben sich alle gut amüsiert.

Als dann ein „alter“ Bauihase – ein Jugendlicher, der in diesem Jahr aus der Schule entlassen wird und die Kinder auf dem Baui noch bei vielen Aktivitäten unterstützt – noch Gruppenspiele anbot, war auch der Abend für die Kinder gerettet.

Nächstes Jahr 2003 wird der Baui übrigens 30 Jahre alt. Wir bitten alle, die sich an ihre Zeit auf dem Baui erinnern, einmal nachzudenken, ob sie nicht Lust haben, zu diesem Jubiläum etwas beizutragen – meldet euch einfach einmal bei uns und hinterlasst eure Adressen, damit wir euch zumindest einladen können!!

Die Ferienfahrt ins Fichtelgebirge während der Pfingstferien war auch wunderbar; dass es bei uns ganz in der Nähe so riesige Felsbrocken gibt, sollte man gar nicht glauben. Wir sind gut und viel gelaufen, und gekocht haben wir mit unseren erfahrenen Kindern auch selbst. Teile des Stadtorchesters fanden sogar Zeit zum Üben an den Trommeln, die wir in dem Fichtelgebirgs-Vereinshaus in der Blockhütte aufbauen konnten. Es hat sich niemand gestört gefühlt – wahrscheinlich, weil die Trommler so gut spielen können. Und alle sind gesund wieder heimgekommen. Das machen wir wieder einmal! – Übrigens: Wer Trommeln zu Hause hat, für die es keine Verwendung mehr gibt, der Baui kann sie sehr gut gebrauchen!!

Ende August wird der Baui für eine Woche geschlossen sein, aber danach geht es wieder rund. Hier der Ausblick auf den Herbst 2002:

Im Rahmen der «Dokuhmenta», organisiert von ANA (Autonome Nürnberger Akademie) c/o Bernd de Payrebrune, die parallel zum großen Kunstspektakel in Kassel läuft, stellt unser „Baui“ sich im September/Oktober als «Gesamtkunstwerk» vor. Petra Maly, die Gattin des Oberbürgermeisters, wird hierbei für den Sonderhort Sperberstraße und den Bauspielplatz Langwasser die Schirmherrschaft übernehmen. Mit Aktionen und Ausstellungen von Künstlern und Kindern wird in Nürnberg vom 12. Juli (Eröffnungsveranstaltung im Nachbarschaftshaus Gostenhof) bis in den Herbst hinein einiges an Überraschungen geboten. Wir freuen uns, daran teilnehmen zu können und als „internationale Bauistadt“ einen künstlerischen Beitrag zu leisten.

Also: Im September geht es weiter mit Kunstaktivitäten auf dem Bauspielplatz. Kommt doch mal vorbei. Wir freuen uns über euren/Ihren Besuch.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sommer und einen erfrischenden Herbst.

Lorenz Gradl, Vorsitzender · Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe März 2002

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Während der Osterferien findet wieder ein Kochkurs mit Kindern statt; wir machen dabei eine Reise durch verschiedene Länder und probieren deren Spezialitäten aus.Anmeldungen von Interessierten sind erbeten, damit wir besser planen können. In den Ferien hat der Baui werktags von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

Allerdings bleibt während der Pfingstferien dieses Jahr geschlossen, weil wir da mit den Bauikindern auf große Ferienfahrt gehen.

Im Frühjahr arbeiten wir wieder mit Künstlern bei uns auf dem Baui zusammen. Wir gestalten unsere Bauistadt unter künstlerischen Gesichtspunkten; dabei sind wir zwar ein bißchen vom Wetter abhängig; aber alle geübten Bauibesucher wissen, daß wir auch Alternativen bei schlechtem Wetter haben. Anrufen und nachfragen geht unter der Telefonnummer 86 35 00

Wie unsere schöne, internationale Bauistadt dann ausschaut, kann jedermann/jedefrau am Freitag, den 7. Juni 2002 bewundern. Da findet nämlich unser Bauifest statt, zu dem alle Kinder, Eltern, Nachbarn und Freunde herzlich eingeladen sind. Es geht um 16.00 Uhr los und dauert bis etwa 20.00 Uhr.

Am 26. Juni 2002 findet wieder das größte nichtkommerzielle Kinder bzw. Familienfest von Nürnberg auf dem Wasserspielplatz am Wöhrder See statt. Es heißt: „Ein Sommernachtstraum“ und der Bauspielplatz Langwasser ist mit seinen Kindern dort neben allen anderen Nürnberger Aktivspielplätzen und den Spielmobilen einer der Veranstalter. Kinder, die vorher Lust haben, ein Bühnenprogramm mit zu erarbeiten, kommen einfach zu uns auf den Baui.
Wir freuen uns auf Euch!

Lorenz Gradl, 1. Vorsitzender           Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe Dezember 2001

LW-Kurier-2001-DezNeues  vom  Bauspielplatz
Bestimmt denken viele Mitbürger, die den „Baui“ kennen, dies sei eine Einrichtung des Jugendamtes der Stadt Nürnberg. Einerseits ja, denn die Stadt Nürnberg, beauftragt nicht nur die hauptamtlichen Fachkräfte zum Betrieb des pädagogisch betreuten Spielplatzes, sondern gibt auch einen Betriebskostenzuschuß von bislang 30000 DM im Jahr für alle weiteren anfallenden Kosten. Andererseits ist der Träger der Einrichtung und somit der Hauptverantwortliche, ein Verein, der eine engagierte Vorstandschaft braucht, die ehrenamtlich die Verwaltung des Spielplatzes übernimmtt, für die notwendigen Gelder sorgt (30000 DM reichen selbstverständlich nicht aus) und sich für gute Kontakte untereinander und im Stadtteil einsetzt.

Die einzelnen Vorstandsmitglieder stellen sich hier kurz vor (Foto oben):

Lorenz Gradl ist der Vorsitzende der „Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V.“ und übt die Dienst- und Fachaufsicht über das hauptamtliche Personal aus. Er ist verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Er ist als Bautechniker im Brücken- und konstruktiven Ingenieurbau bei der Deutschen Bahn tätig. Seit 1996 ist er Mitglied des Nürnberger Stadtrates. Da Kinder für jede Gesellschaft unentbehrlich sind, engagiert er sich für den Baui.

Thomas Wagner ist der 2. Vorsitzende im Verein. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und ist von Beruf Verkehrsfachwirt. Er möchte, daß auch seine Kinder, wenn sie größer sind, in den Genuß des Bauspielplatzes kommen. Er meint, alle Stadtkinder sollten die Möglichkeit haben, diese alternativen Lern- Lind Erlebnisfelder, wie es Bauspielplätze sind, kennenzulernen und deshalb engagiert er sich für den Baui.

Sonja De Mattia hat die Funktion der Kassiererin im Verein inne. „Seitdem mein älterer Sohn (10 Jahre) vier Jahre alt war und auf der Sprungmatte, die es damals auf dem Bauspielplatz gab, seiner Lieblingsbeschäftigung nachging, bin ich wegen meiner zwei Söhne Stammbesucherin auf dem Spielplatz. Ich engagiere mich nicht nur als Kassiererin gerne für den Baui.“

Ursula Bakowski ist Beisitzerin in der Vorstandschaft. „Hüttenbauen, Feuerschüren, Tiere pflegen und beobachten, Kartoffeln und Kräuter anpflanze, sind Dinge, die mir für Kinder wichtig sind. Deshalb bin ich seit mehr als 20 Jahren, damals als junge Mutter, jetzt als Großmutter, in der Elterninitiative des Bauspielplatz Langwasser aktiv.“

Philipp Ganßer ist mit 23 Jahren der Jüngste im Bunde, von Beruf Informatiker und hat auf dem Baui ein paar schöne Jahre während seiner Kindheit verbracht. Er ist als Beisitzer seit einigen Jahren im Vereinsvorstand und ist derjenige, der die tolle „baui-homepage“ (wvw.baui-online.de) erstellt, aus der Sie aktuelle und bleibende Informationen holen können.

Rita Purucker ist verheiratet und von Beruf Dekorateurin. „Ich finde die Einrichtung Baui sehr interessant und unterstützenswert“. Seit Februar 2001 betätigt sie sich im erweiterten Vorstand als Revisorin und leistet so ihren Beitrag zum Fortbestehen des Bauspielplatzes.

Astrid Bracke-Zotos ist ebenfalls als Revisorin in den erweiterten Vorstand gewählt. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn, der im ersten Jahr die Schulbank drückt. „Seit ich 1998 für ein Jahr befristet als Erzieherin auf dem Baui gearbeitet habe, komme ich von diesem Platz mit seiner besonderen Atmosphäre, seinen meist liebenswerten Kindern und der tollen Gemeinschaft im Verein nicht mehr los. Es macht Spaß, sich gemeinsam mit anderen für diese – gerade in der heutigen Zeit – besonders wichtige Einrichtung zu engagieren.“

Eine Mitgliedschaft im Verein können alle interessierten Menschen erwerben, die sich für Kinder engagieren möchten. Der Mindestjahresbeitrag beträgt gerade mal 25,00 DM, das entspricht 12,78 Euro.

Zum guten Schluß hier noch Termine und Informationen: Am 19. Dezember nachmittags findet auf dem Baui das Jahresabschlußfest für Kinder und Eltern mit Wintersonnwendfeuer und Leckereien statt. Während der Weihnachtsferien hat der Baui geschlossen. Am 7. Januar 2002 macht er wieder auf. Und dann ist ja schon Fasching und es gibt für die Erwachsenen einen tollen Kappenabend mit Operetten und sonstigen Feinheiten am Freitag, dem 8. Februar, im Spielhaus des Bauspielplatzes. – Näheres ist bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erfahren.

Die Öffnungszeiten sind in der Schulzeit von 13.00 bis 17.30 Uhr und während der Ferien von 11.00 bis 17.00 Uhr, jeweils von Montag bis Freitag.

Jeden Freitagnachmittag zwischen 15.00 und 16.30 Uhr singen wir mit Tatjana und Leonid. Dazu sind alle herzlich eingeladen.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesundes und friedliches neues Jahr 2002.
Lorenz Gradl, 1. Vorsitzender           Inge Trepte, Spielplatzleiterin


Ausgabe August 2001

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
Neben allerlei „Baui“-Nachrichten und anstehenden Terminen möchten wir diesmal auch die Gelegenheit nutzen, den Lesern und Bürgern in Langwasser das Mitarbeiterteam des Bauspielplatzes Langwasser vorzustellen.

Es besteht aus zwei hauptamtlichen pädagogischen Fachkräften, die von der Stadt Nürnberg beurlaubt sind, um die pädagogische Arbeit auf dem Spielplatz zu gewährleisten und in Zusammenarbeit mit dem Verein Aufgaben der Jugendhilfe im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes zu erfüllen.

Inge Trepte ist die Leiterin des pädagogisch betreuten Spielplatzes und seit 22 Jahren als feste Kraft dort angestellt. 18 Jahre davon hat sie mit Erwin Götz, der von 1973 bis 1997 der Spielplatzleiter war, zusammengearbeitet. Sie ist verheiratet, hat 1978 ihre Ausbildung als Erzieherin an der Fachakademie abgeschlossen, ist seither berufstätig und im kulturellen Bereich engagiert. Sie selbst würde sagen: „Ich bin deshalb gerne Betreuerin auf dem Baui, weil mir die vielseitige Arbeit Spaß macht und weil es mir Freude bereitet, Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern und sie ein Stück des Lebenswegs zu begleiten.“

Joachim Ueberall ist seit September 1998 als zweite unentbehrliche Kraft auf dem Baui tätig. Er ist ebenso als Erzieher ausgebildet und hat bereits während eines seiner Vorpraktikumjahre und in seinem Anerkennungsjahr 1997/98 auf dem Baui gearbeitet. Seine erste Berufsausbildung hat er im grafischen Gewerbe als Druckvorlagenhersteller gemacht. Die Kinder- auch manche Eltern- sind von seinen zeichnerischen und künstlerischen Fähigkeiten, wenn sie denn zum Tragen kommen, stets begeistert (zum Bespiel bei diversen Projekten mit Kindern). Er selbst würde sagen: „Auf dem Bauspielplatz arbeite ich deshalb so gerne, weil es so viele unterschiedliche Arbeitsbereiche gibt, die wir ohne allzu viel bürokratische Hindernisse ausfüllen können. Es ist zwar anstrengender, in einem kleinen Team zu arbeiten (wir müssen uns oft gegenseitig vertreten), dafür ist bei uns die Zusammenarbeit, die Harmonie im Team und die Stimmung am Platz um so besser!“

Zum Glück für den Baui und seine Besucher gibt es in der Regel vom 1. September bis zum 31. August des Folgejahres eine/n Jahrespraktikant/in/en, die/der ebenfalls vom Jugendamt der Stadt Nürnberg eingestellt und entlohnt wird. Der Verein muß das Personal nicht selbst verwalten, wo doch alle Vorstandsmitglieder ihre Funktionen ehrenamtlich ausführen.

Dieses Jahr macht Daniela Pfahler ihr Berufspraktikum bei uns. Und sie macht es gut. Sie ist engagiert in ihrer pädagogischen Arbeit mit den Kindern, hat einen freundlichen und lockeren Kontakt zu den Eltern, die uns besuchen und manchmal helfen. Eines ihrer Hobbys ist Theaterspielen und sie selbst würde sagen: „Die Arbeit am Baui bereitet mir viel Freude. Sie ist so vielseitig und interessant, daß ich hier in meinem letzten Ausbildungsjahr noch eine Menge dazulernen kann. Leider vergeht die Zeit so schnell, denn hier würde ich gerne noch länger bleiben.“

Wenn Sie das Betreuerteam persönlich kennenlernen wollen, Fragen zum Baui haben oder Lust bekommen haben, sich den Spielplatz einmal anzuschauen, kommen Sie einfach vorbei. Nur hereinspaziert!

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag während der Schulzeit von 13.00 bis 17.30 Uhr und in den Ferien von 11.00 bis 17.00 Uhr; telefonisch zu erreichen sind wir unter der Nummer 0911/86 35 00.

LW-Kurier-2001-Aug

Während der ersten Osterferienwoche vom 9.-12. April führte ein langjähriges Spielplatzvereinsmitglied – Uschi Götz- einen Kochkurs in Zusammenarbeit mit den Betreuerlnnen durch. Das Essen sollte gesund sein, kinderleicht zu kochen, und schmecken sollte es auch. All diese Kriterien konnten in wunderbarer Weise erfüllt werden.
Vielen Dank, Uschi.

Am 5. Mai beteiligte sich der Baui am Brunnenhoffest. Es wurden Hütten im Kleinformat gebaut. Am 20. Juni kamen die Ergebnisse dann mit zu der Kinderversammlung ins Gemeinschaftshaus Langwasser, um zu zeigen, wie sich Kinder einen interessanten Spielplatz vorstellen.

Obwohl es beim Baui-Bürger-Fest oder einfach Bauifest am Freitag, dem l. Juni, wärmer hätte sein können, genossen die Kinder und unsere Gäste ab 16.00 Uhr bei Essen, Trinken, Spiel und Spaß das gemütliche Beisammensein.

Am 20. Juli fand auf dem Wasserspielplatz beim Noricus zum 15. Mal ein „Sommernachtstraum“ für Kinder statt. Es ist das größte nichtkommerzielle Familienfest in Nordbayern und wird von den Nürnberger Bau-, Abenteuer- Lind Aktivspielplätzen, dem Naturspielplatz, dem Kinderhaus Maxfeld, den Spielmobilen und dem Jugendamt der Stadt Nürnberg veranstaltet. Das Fest endete mit einem Feuerwerk.

Während der Sommerferien findet eine Gruppenfahrt des Bauspielplatzes zur Burg Hoheneck statt. Der Baui hat vom 20. bis 24. August geschlossen.

Danach freuen wir uns auf eine Baui-Kinderkunstausstellung im Herbst im Gemeinschaftshaus Langwasser. Und ebenso auf den „Tag der offenen Tür“, an dem wir Sie herzlich zu „Kaffeeklatsch und Kinderquatsch“ auf den Bauspielplatz einladen. Termin ist der 21. Oktober 2001, von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine gute Zeit. Also bis bald!
Lorenz Gradl, 1. Vorsitzender     Inge Trepte, Leiterin


Ausgabe Dezember 2000

Baui-LogoNeues  vom  Bauspielplatz  Langwasser
„Gut Ding will Weile haben“ – so heißt das Sprichwort das wir gerne verwenden, wenn die Dinge nicht so schnell über die Bühne gehen, wie wir uns das wünschen.Dennoch, der Umbau des „großem Raumes“ im Spielhaus des Baui ist bald geschafft.

Interessierte Eltern, Freunde und Nachbarn sind herzlich eingeladen, sich die neue Anordnung im „Großen Raum“ anzusehen. – Spätestens beim Baui-Fest 2001 sind alle willkommen, sich im Gruppenraum mit integrierter Wohnküche wohlzufühlen.

Dank großzügiger Spenden von den Firmen Riedhammer, Cosmo und Vedes, städtischer Unterstützung durch das Jugendamt und nicht zuletzt durch das Engagement von ehrenamtlichen Helfern sind wir einen großen Schritt weitergekommen. Auch die kostenlose Beratung von Kerstin Eicker (Gebiet: altes chinesisches Wissen um Gesundheit und Harmonie) und Matthias R. Fischer (Gebiet: geopathologische Standortuntersuchungen) haben wir gerne in Anspruch genommen. Wer sich informieren oder uns unterstützen will, möge sich bitte an Inge Trepte vom Baui wenden (Telefon 86 35 00, Montag bis Freitag zu den Öffnungszeiten). Wir freuen uns weiterhin überjede noch so kleine, aber feine Geld- oder Sachspende. Denn zu allerletzt hat sich auch noch herausgestellt, daß die Totalsanierung des Schmutzwasserkanals von dringender Notwendigkeit ist. „Renovierung total“ heißt scheinbar das Motto des neuen Jahrhunderts, in das sich der Baui mit steten Schritten bewegt.

Bestimmt ist Ihnen, werte Leserinnen und Leser, der „fahrende Gartenzaun mit lustig dreinschauenden Kindern“ bereits aufgefallen. Der Unterhalt des Busses wird finanziell unterstützt vom Hotel Arvena Park – was uns sehr freut! Wir bedanken uns auf diesem Wege nochmals bei Herrn Schlag und seinen MitarbeiterInnen.

Wie alle Langwasserianer bereits wissen, ist am Pelzmärteltag ’99 unsere Ziege Lieserl gestorben. In Gedenken an diese liebenswürdige Geiß haben die Baui-Kinder zusammen mit den Betreuerinnen und Betreuern eine Ziege aus Stein gebaut und sie in unserem „Stadtpark“ (= das ehemalige Ziegengehege) zusammen mit anderen gemauerten Skulpturen verewigt. Unsere „Federvieh-Farm“ existiert übrigens noch und die Hühner legen auch noch regelmäßig Eier, die sowohl den Nachbarn des Baui als auch den Baui-Kindern hervorragend schmecken.

Der Bauspielplatz hat geöffnet: Montag bis Freitag von 13.00 bis 17.30 Uhr, während der Schulferien von 11.00 bis 17.00 Uhr. Über Weihnachten und Neujahr bis zum 6. Januar 2001 machen wir mal Pause. Da ist Familienzeit allerorts!
Wir wünschen schöne Feiertage! Also bis bald,                                  Lorenz Gradl, 1. Vorsitzender


Ausgabe August 2000

LW-Kurier-2000-Aug


Kennen Sie den Bauspielplatz Langwasser U?
Eine phantastische Einrichtung für Kinder jeden Alters

Der Bauspielplatz in der Nachbarschaft U ist eine Einrichtung der Offenen Arbeit mit Kindern, deren Träger die Elterninitiative Bauspielplatz Langwasser U e.V. ist. Der Verein hat etwa 60 Mitglieder, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Einrichtung oder den Verein engagieren.

Im April 2000 wurde in der Jahreshauptversammlung Lorenz Gradl zum 1.Vorsitzenden gewählt. Bonifaz Kreuzer, der vor ihm das Ehrenamt ausfüllte, schied aus beruflichen Gründen aus der Vorstandschaft aus. Die 2.Vorsitzende Elfi Kosiolek, der Kassierer Erwin Götz, die Beisitzer/in Ursula Bakowski und Philipp Ganßer bleiben dem Verein mit ihrem ehrenamtlichen Engagement erhalten. Eltern, Freunde und Interessierte sowie Förderer der Bauspielplatz-Idee können Mitglied werden.

Der Besuch ist für alle „Baui-Fans“ kostenlos, unabhängig von einer Mitgliedschaft. Der Bauspielplatz Langwasser war bei seiner Gründung 1973 der erste pädagogisch betreute Spielplatz in Nürnberg. Er ist gut von der U-Bahn (Langwasser-Nord oder Scharfreiterring) aus zu erreichen und wird gerne von Kindergruppen aus den verschiedensten Einrichtungen Langwassers und anderer Stadtteile besucht.

Die Besucherstruktur setzt sich zusammen aus Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren – sie bilden den größten Anteil -, aus kleineren Kindern, die mit Eltern oder Großeltern das Spielplatzangebot nutzen und aus Jugendlichen, die sich im Prozeß der Ablösung vom Spielplatz befinden. Der Anteil von Mädchen und Jungen ist in der Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen sehr ausgewogen. Die Mehrzahl der Kinder sind regelmäßige Besucher, die sich mit ihren Freundinnen Lind Freunden ihre eigenen Hütten bauen, das Feuer beherrschen lernen – der Baui hat eine schön angelegte Feuerstelle – und je nach Entwicklungsstand ihren Interessen nachgehen.

Zwei hauptamtliche Betreuer werden dem Verein vom Jugendamt der Stadt zur Verfügung gestellt, um die pädagogische Betreuung der Kinder im Sinne der Vereinskonzeption zu gewährleisten. Die Spielplatzleiterin Inge Trepte wird unterstützt von Joachim Ueberall, der seit September 1998 die Erzieherstelle auf dem Bam inne hat. Praktikantinnen und Praktikanten absolvieren in der Einrichtung ihre Ausbildung. Pädagogische Zielsetzung ist es, die zu betreuenden Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung auf unterschiedlichen Ebenen zu fördern, die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl, ihrem sozialen Verhalten und ihrem Umweltbewußtsein zu stärken.

Sicherung des finanziellen Rahmens, öffentliche Anerkennung der Einrichtung als Notwendigkeit im Stadtteil, Kompetenz und Kontinuität des Personals sind Voraussetzungen für die praktische Umsetzung der pädagogischen Inhalte.

In diesem Jahr lautet das große Thema „Wir bauen unsere Baui-Stadt“. Der Garten wird zur Stadtgärtnerei nebst Apotheke mit Heilkräutern entwickelt, das ehemalige Ziegengehege (das Lieserl` ist im November ’99 gestorben) wird der Stadtpark, die Häuser der Kinder bekommen bestimmte Funktionen und die Kinderkonferenz wird wohl zur Bürgerversammlung in „Bauibergen“ – so heißt die Stadt – werden. Markttage mit allerlei Kunstgewerbe und Trempel haben schon zweimal stattgefunden.

Während der Sommerferien bieten wir eine Ferienfahrt für sieben- bis zehnjährige Mädchen und Jungen auf die Burg Hoheneck. Dort werden die Kinder mit Betreuerinnen und Betreuern einen geschichtlichen Abstecher ins Mittelalter unternehmen. Interessierte Eltern können ihre Kinder anmelden und sich bei Joachim Ueberall, der die Fahrt durchführt, informieren. Der Bauspielplatz hat geöffnet von Montag bis Freitag während der Schulzeit von 13A0 bis 17.30 Uhr und während der Ferien von 11.00 bis 17.00 Uhr. Ab dem 14. August ist allerdings wegen der Ferienfahrt für zwei Wochen geschlossen.

Dennoch sind wir auch dieses Jahr wieder beim Festumzug an der Langwasserkirchweih dabei. Abfahrt am Baui ist am 20. August, um 13.00 Uhr. Um Anmeldung bei Joachim wird vor dem 14. August gebeten.

Noch vor Beginn der Sommerferien fand auch dieses Jahr am 21. Juli wieder das große Familienfest „Ein Sommernachtstraum für Kinder“ statt. Veranstaltet wurde das Spektakel nunmehr zum 14. Mal von den sieben Nürnberger Bau-, Aktiv- und Abenteuerspielplätzen, dem Naturspielplatz, dem Kinderhaus Maxfeld und von den zwei Spielmobilen des Städtischen Jugendamtes auf dem Wasserspielplatz am Noricus/Wöhrder See. Zwischen 17.00 und 22.00 Uhr steppte dort der Bär, sozusagen. Ein Fest zum Freuen für groß und klein.

Wenn Sie Lust bekommen haben, zum Baui zu kommen, sind Sie bzw. bist du herzlich willkommen, egal welche Sprache du sprichst, wir werden uns schon verstehen; Lind die Regeln, die bei uns hier gelten. hat bis jetzt noch beinahe jeder eingesehen.

Der Bauspielplatz Langwasser ist. wie gesagt, eine Einrichtung der Offenen Arbeit mit Kindern: Offen in Bezug auf die Angebotsstruktur, offen in Bezug auf interessierte Mitmenschen, offen in Bezug auf die vielfältige Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und dadurch eingebunden in Langwasser und im gesamten Stadtgebiet. Also bis bald!

Lorenz Gradl, Vorsitzender


Ausgabe August 1998

25 Jahre Bauspielplatz Langwasser

Der Bauspielplatzin der Zugspitzstraße feierte am 19. Juni mit einem großen Fest sein 25jähriges Jubiläum. Längst ist aus dem Experiment ‚Baui“ eine anerkannte Institution der offenen Kinder- und Jugendarbeit geworden, die weiteren Aktivspielplätzen in anderen Stadtteilen den Weg geebnet hat. In den Anfangsjahren waren freilich viele Widerstände bei Nachbarn, Behörden und Politikern zu überwinden. „Baui“-Pionier Erwin Götz, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand ging, hat hier richtungweisende Arbeit geleistet. Nachfolgerin Inge Trepte, die ihm bereits seit 1979 zur Seite stand, hat 1997 die Leitung des Bauspielplatzes übernommen.
Zur Jubiläumsfeier war neben den vielen Ehrengästen auch der Bürgerverein eingeladen, der mit einem Schokoladenkuchen und einer Geldspende für diese anerkennenswerte Einrichtung zur Festfreude beitrug. Sowohl mit weiteren Leckerbissen für das leibliche Wohl wie auch mit bunter Unterhaltung und kulturellen Beiträgen verging die Zeit für die vielen jungen und älteren Besucher wie im Flug.
Gerade in diesen für Jugendliche und Kinder nicht einfachen Zeiten und Umständen, ist diese Einrichtung wie eine wertvolle Insel in der Brandung der schlechten Lebenseinflüsse.


Ausgabe August 1993

LW-Kurier-1993-Aug

 20 Jahre Bauspielplatz

Ein buntes Programm bei herrlichem Sommerwetter gab es am 19. Juni aus Anlaß des 20jährigen Bestehens des Bauspielplatzes an der Zugspitzstraße. Der Leiter des „Baui“, Erwin Götz, Betreuerin Inge Trepte und die Vorsitzende der Elterninitiative Bauspielplatz, Stadträtin Elvira Schuh, konnten neben der Bundestagsvizepräsidentin Renate Schmidt viele andere Gäste und Nachbarn aus Langwasser begrüßen. BV-Vorsitzender Dr. Wolfgang Sy überbrachte eine Spende des Bürgervereins von 250,- DM für diese vorbildliche Einrichtung.
Der „Baui“ gehört zu den ältesten Spieleinrichtungen dieser Art in Deutschland und war richtungweisend. Viele Kinder lernten hier, sich ihre Umwelt selbst zu gestalten und verändern zu können, sich mit Gruppen, Projekten oder Interessen zu identifizieren und Verhaltensweisen wie Rücksicht, Solidarität und Kooperation zu üben. Unter der mittlerweile 20 Jahre währenden Anleitung und Betreuung durch Erwin Götz können die kleinen Gäste auch ihre handwerklichen Fähigkeiten ausprobieren oder im „Zirkus Permanent“ ihr zirzensisches Talent zeigen.