Das Team

Die hauptamtlichen Mitarbeiter

Mitte der 70er Jahre habe ich meine Ausbildung als Erzieherin begonnen. Ich hatte, nachdem ich einige Praxisstellen kennen gelernt hatte, das Glück, 1979 auf den Bauspielplatz Langwasser und seinen damaligen Leiter, den Zimmermeister Erwin Götz, zu stoßen. Erwin war in vielen Bereichen ein Vorbild für mich und ich habe als junge Erzieherin viel von ihm gelernt. Wir arbeiteten 18 Jahre als Baui-Team zusammen. Ich habe seit Herbst 1997 die Leitungsstelle auf dem Bauspielplatz inne. Erwin war auch bis zu seiner schweren Erkrankung im frühen Rentenalter immer für den Baui und den Trägerverein da. Er ist am 9. Mai 2004 gestorben.

Der Baui ist für mich ein Arbeitsfeld, von dem aus gesellschaftspolitische und kulturelle Inhalte und Aktionen sowohl nach innen wie auch nach außen entstehen und wirken können. Ich bin davon überzeugt, dass Bewegung – im Gegensatz zu Stillstand – zu guten Ergebnissen führt. Auch wenn nicht immer alles gut geht. Das wäre anmaßendes Denken: agieren, ohne Fehler machen zu wollen. Meine pädagogischen Grundlagen beziehen sich auf einen emanzipatorischen und kompensatorischen Ansatz, der je nach Klientel da ansetzt, wo die Familien – sag ich mal – stehen.

Es ist wunderbar, über so lange Zeit zu erleben, wie sich Kinder hier entwickeln, welche Episoden aus Familiengeschichten auf dem Baui spielen können und wie ein pädagogisch betreuter Spielplatz aus immer wieder neuen Ideen in Verbindung mit durchaus alter Tradition vor Leben pulsiert.
Das gefällt mir gut.

Der Baui ist auch Ausbildungsstätte für Praktikanten/innen im sozialpädagogischen Bereich.
Das gefällt mir auch gut.

Neben dem Baui gibt es für mich die Musik, die einen großen Bereich meines Lebens bestimmt.
Das gefällt mir sehr gut.

Dass ich glücklich verheiratet bin, gefällt mir am besten.
So, und wenn wir schon im worldwideweb agieren:…….: !!! ??? !!!
Ich wünsche mir: Eine gute Nachbarschaft auf unserem Erdball!!!
… denn dann gefällt´s mir …
Dass das in der Realität schwer oder womöglich gar nicht zu erreichen ist, weiß ich schon.
Aber welcher Wert steht über dem des Friedens und der Liebe, der Klugheit und der Freundschaft? Gehabt Euch wohl.

Inge Trepte ist seit 2016 Mitglied in der Kinderkommission Nürnberg.

Joachim Ueberall, staatl. gepr. Erzieher

Mein Leben begann im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof. Nach der Realschule erlernte ich den Beruf des Druckvorlagenherstellers. Über den Zivildienst kam ich als Mitarbeiter mit hausmeisterlichen Aufgaben in einen Hort und arbeitete so zum ersten Mal in einer sozialen Einrichtung – dem Sozialzentrum in der Imbuschstraße. Die Arbeit mit den Kindern gefiel mir so gut, dass ich mich entschied meinen beruflichen Werdegang zu ändern und umzulernen – so kam ich zum Beruf des Erziehers. Mein Vorpraktikum leistete ich bereits auf dem Bauspielplatz Langwasser ab und bin seitdem Langwasser treu geblieben, denn ich konnte auch mein Berufspraktikum hier auf diesem Platz machen. Nach meiner Ausbildung hatte ich 1998 das Glück übernommen zu werden und bin seither als 2. Hauptamtlicher festangestellt.

Ich arbeite gern hier auf dem Spielplatz, weil wir den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Gestaltung der Freizeit der Kinder legen können, die heutzutage leider immer weniger selbstbestimmt ist. Dass Kinder im Freien sein können, selbst Ideen entwickeln lernen und zu spielen, sind neben dem Baubetrieb und dem Feuermachen unser Fundament. Ich bin froh einen solchen Arbeitsplatz zu haben.